Pianist John und Bassist Martin sind unterwegs mit ihren Liedern und Chansons. Was wie ein Konzert daherkommt, entpuppt sich schnell als Hommage an ein mysteriöses, seelenvolles und ziemlich unbekanntes Lokal: die Bahnhöflibar in Irgendwo (Ort der Redaktion bekannt).

Besitzerin Eveline, Stammgäste wie der Gödel, Lottenbach oder Melk und Chasper sind dort täglich anzutreffen – oder besser gesagt: Nacht für Nacht. Und wenn sie alle beisammen sind, diese Nachtschattengewächse, kommen sie ins Erzählen und Fabulieren. John liefert auf dem alten Klavier den Soundtrack dazu. So wie immer.

All das ist «Nachtschatte – Geschichten aus der Bahnhöflibar». Erzählt wird, was die Bar ist und wie sie dazu wurde, wer ein- und ausgeht und warum, wieso der Klaviervirtuose John dort am Piano sitzt und für ein Bier Songs spielt, wie es Martin, den Bassisten und Erzähler all dieser Geschichten, in die Bar verschlagen hat und warum er heute Abend unterwegs ist und sich mit John vor einem Publikum präsentiert und Lieder singt. «Nachtschatte» handelt von nächtlichen Begegnungen und der Aufzucht und Pflege diverser Nachtschattengewächse.

Geschichten und Musik

Dabei leiht der bekannte Murianer Komiker und Bassist Philipp Galizia dem verwundeten und verwunderten Martin die Stimme, der Wohler Musiker Alois Bürger gibt den nimmermüden Piano-Spieler John, der eine Vergangenheit als Konzert- und Jazzpianist hinter sich zu haben scheint. Zusammen sind sie ein Paar, das weiss: Mit einer schönen Melodie und der dazu passenden Geschichte kann man der Einsamkeit entfliehen und die Sehnsucht nach Wärme wenigstens für die Länge eines Songs erfüllen.