Muri

Zwei Männer und eine Frau treten an

Ueli Aeberhard, FDP, Beat Küng, Grüne und Monika Huber, SP.

Ueli Aeberhard, FDP, Beat Küng, Grüne und Monika Huber, SP.

Die Ersatzwahl für die abtretende Gemeinderätin Christine Brun (SP) in Muri wird spannend. FDP, Grüne und SP haben nominiert. Die CVP verzichtet und die SVP lässt alle Optionen offen.

Zuerst kam Beat Küng: Der 42-jährige Bio-Landwirt, der im Oktober bei den Grossratswahlen für die Grünen angetreten ist, hat seine Kandidatur für den Gemeinderat Muri im Lokalblatt bereits angekündigt.

Auch die SP hat schon vor ein paar Tagen nominiert, die Kandidatur der 26-jährigen Geschichts- und Ethnologie-Studentin Monika Huber bisher aber noch nicht öffentlich bekannt gegeben. Gestern nun erklärte die FDP, dass auch sie mit dem 54-jährigen Ueli Aeberhard ins Rennen um den Sitz steigt, der durch die Demission von Christine Brun im Gemeinderat Muri Ende Jahr frei wird.

Die Ersatzwahl für den (kurzen) Rest der Amtsperiode 2014–2017 findet am 12. Februar 2017 statt, ein Dreikampf ist somit bereits sicher. Nicht ins Rennen steigt vorderhand die CVP: «Wir haben beschlossen, keine Nomination vorzunehmen. Zumindest nicht für den ersten Wahlgang», erklärt Ortsparteipräsident Felix Köpfli. Grund dafür sei einerseits, dass die CVP mit Heinz Nater und Yvonne Leuppi im Gemeinderat bereits gut vertreten sei. Zum anderen, sagt Köpfli, erachte es die CVP auch als wichtig, dass möglichst alle Parteien in der Murianer Behörde vertreten seien.

Ob die CVP im Wahlkampf eine Kandidatin oder einen Kandidaten offiziell unterstützt, ist laut Köpfli nicht ausgeschlossen, aber noch nicht besprochen. Die SVP wiederum hält sich zurzeit noch alle Optionen offen, wie Parteipräsident Simon Käch auf Anfrage erklärt: «Bei uns ist noch nichts entschieden. Es kann sein, dass wir mit einer eigenen Kandidatur antreten oder die Kandidatur einer anderen Partei unterstützen. Es ist aber auch möglich, dass wir gar nichts machen und den Dingen ihren Lauf lassen. Zumindest im ersten Wahlgang», erklärt er.

Eine Gemeinsamkeit

Die drei Kandidierenden für den Murianer Gemeinderat vertreten unterschiedliche politische Richtungen, haben aber zumindest eine Gemeinsamkeit: Alle haben am 23. Oktober für die Wahl in den Aargauer Grossen Rat kandidiert und sind nicht gewählt worden. Monika Huber hatte mit 866 Stimmen die Nase vorn, Ueli Aeberhard holte 736 und Beat Küng 508 Stimmen. Das Resultat der Grossratswahlen lässt sich kaum 1:1 auf die bevorstehende Gemeinderats-Ersatzwahl übertragen. Dort werden die Karten neu gemischt.

Die Fakten: Monika Huber ist mit 26 Jahren die jüngste Kandidatin. Sie wird von der SP portiert, deren bisherige Vertreterin im Gemeinderat es zu ersetzen gilt. Ihre Partei ist im Bezirk Muri im Aufwind. Bei den Grossratswahlen im Oktober hat sie mit 3,05% den grössten Wählerzuwachs verzeichnet.

Auch die FDP konnte dort um 1,52% zulegen. Ueli Aeberhard hat bei den Grossratswahlen noch für die FDP Waltenschwil kandidiert. Dort war er 12 Jahre Mitglied der Steuerkommission, davon 8 Jahre als Präsident, und dort ist er als Mitinhaber und Geschäftsführer der Creaconcept GmbH auch beruflich tätig. Beat Küngs Partei hat bei den Grossratswahlen im Bezirk ebenfalls zugelegt (0,42%). In Muri gibt es allerdings keine Ortssektion. Küng sagt denn auch: «Ich kandidiere für jenen Teil der Bevölkerung in Muri, der meine Grundhaltung teilt.»

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