Im letzten Jahr hat der TV Muri überrascht. Nach einer verkorksten vorletzten Saison, in der die Klosterdörfler beinahe abgestiegen wären, hat die Mannschaft von Claude Bruggmann in der abgelaufenen Spielzeit die Finalrunde erreicht und dort einen Platz in den Top 4 geholt. Entsprechend sind die Erwartungen in Muri gestiegen. Vor allem auch deshalb, weil die Mannschaft praktisch unverändert geblieben ist.

Dennoch warnt der Trainer vor zu hohen Erwartungen. «Wir wollen selbstverständlich an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen, und die Erwartungen im Umfeld sind nach der letzten Saison berechtigterweise gestiegen. Dennoch müssen wir auf dem Boden bleiben und dürfen nicht vergessen, woher wir kommen», so Bruggmann, der die zweite Saison an der Seitenlinie des TV Muri in Angriff nimmt.

Muri: schon ein Sieg

Das Saisonziel der Murianer ist klar: die Finalrunde. Im Vergleich zum Vorjahr, als man diese erreicht hatte, sind die Gruppengegner diesmal stärker. Die drei Absteiger wurden durch Aufstiegskandidat Seen Tigers, NLB-Absteiger Wädenswil und Aufsteiger TV Unterstrass ersetzt. «Diese Gruppe ist sicher deutlich besser als noch im Vorjahr. Wenn wir in die Finalrunde wollen, müssen wir noch konstanter und reifer werden. Diese Entwicklung braucht noch Zeit, auch wenn wir in der Vorbereitung bereits gute Ansätze gezeigt haben», so Bruggmann, der mit dem TV Muri das erste Meisterschaftsspiel in dieser Saison gegen GC Amicitia hoch mit 32:18 gewinnen konnte.

Noch nicht gespielt hat dagegen Handball Wohlen. Die Wohler Equipe von Trainer Daniel Lehmann startet am Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Einsiedeln in die neue Saison. Eine Saison, die für Handball Wohlen zu einer Bewährungsprobe wird. Denn nicht weniger als sieben Spieler aus dem letztjährigen Kader haben ihren Rücktritt gegeben (Daniel Eberli, Lukas Kleiner, Oliver Sarbach, Adrian Moser), fehlen wegen einer Verletzung (Stephan Sprenger, Stephan Spürgin) oder haben den Verein gewechselt (Seppi Zuber). «Wir haben sehr viel Routine verloren, denn die Abgänge haben wir ausschliesslich mit eigenen Junioren kompensiert», sagt Daniel Lehmann.

Youngster am Kreis

Dennoch glaubt er daran, dass er mit seiner Mannschaft um die Finalrundenplätze mitkämpfen kann. «Ich bin optimistisch. Wir haben sehr gut trainiert und eine gute Vorbereitung absolviert», so Lehmann. Allerdings mussten die Wohler ihr System in der Defensive aufgrund der vielen Veränderungen im Kader umstellen. «Darauf haben wir den Fokus gelegt in der Vorbereitung. Es braucht aber sicher noch etwas Zeit, bis diese Automatismen greifen», weiss Lehmann. Kommt hinzu, dass die Wohler auf der wichtigen Position des Kreisläufers auf einen ganz jungen Spieler setzen. Marco von Ballmoos (18) wird diese Rolle nach den Rücktritten der bisherigen Kreisläufer Eberli und Kleiner übernehmen. Das Spiel gegen Einsiedeln vom Samstag wird für Daniel Lehmann und sein Team eine erste Standortbestimmung sein.

Bereits am Freitagabend ist Einsiedeln der Gegner des TV Muri. Genau wie die Wohler versuchen auch die Murianer, zwei Punkte aus der Innerschweiz zu entführen. «Das wird eine interessante Partie. Letztes Jahr waren wir ziemlich auf Augenhöhe mit Einsiedeln, wobei sie jetzt einige Wechsel hatten», blickt TVM-Trainer Claude Bruggmann auf das Duell voraus.

Nächste Spiele: Einsiedeln - TV Muri, Freitag, 20.45 Uhr, Einsiedeln Brühl

Einsiedeln - Handball Wohlen, Samstag, 19 Uhr, Einsiedeln Brühl.