Bremgarten

Zwei Jahreszeiten und viel Besinnlichkeit

Weihnachtsmarkt Bremgarten

Weihnachtsmarkt Bremgarten

100000 Personen besuchten in den letzten vier Tagen den 17. Weihnachts- und Christchindli-Märt in Bremgarten. Auf die gute Stimmung hatte das Wetter keinen Einfluss - man wärmte sich am Glühwein.

Der Wetterbericht hatte es vorausgesagt: Ab Freitag würde es regnen, nach einer längeren Phase der Trockenheit. Ausgerechnet am Bremgarter Weihnachts- und Christchindli-Märt. Die Meteorologen behielten recht. Trotzdem verzeichnete der Markt im Reussstädtchen keinen Einbruch bei den Besucherzahlen.

Weihnachtsmarkt im Frühling, so startete der 17. Weihnachts- und Christchindli-Märt am Donnerstag. Das sonnige Wetter und die milden Temperaturen waren zwar alles andere als weihnächtlich, dennoch strömten die Leute in Massen nach Bremgarten. Schon vor Mittag kamen die ersten Cars an, damit die Leute, gestärkt nach einem Mittagessen, sich voller Elan ins Marktgetümmel stürzen konnten, das erst am Nachmittag begann.

Schon am frühen Abend war das Fortkommen in den Gassen schwierig, dauerte es länger, über die Reussbrücke zu gelangen. «Noch nie», bestätigt Marktchef Walter Friedli, «hatten wir bereits am Donnerstag so viele Besucherinnen und Besucher.» Die kälteren Temperaturen gegen Abend bewegten viele Leute, sich am Glühwein zu wärmen. Dieser wird an vielen Ständen angeboten, den feinsten bekommt man an den Verkaufsständen des OK. Sein Rezept ist geheim, bereits zum 17. Mal war Dora Wyss vom Bremgarter Städtli-Märt dafür zuständig.

Grosse Beständigkeit

Seinen grossen Erfolg verdankt der Bremgarter Christchindli-Märt eben unter anderem dem Umstand, dass es zahlreiche Personen gibt, die sich seit vielen Jahren für ihn engagieren. So waren die heutigen Vorstandsmitglieder des Vereins Weihnachts- und Christchindli-Märt Hans Huber, Ursula Lightowler, Walter Friedli und Gregor Kaufmann von Anfang an mit dabei.

Auch andere wie Urs Gamper, Markus Spalinger oder Robert Lightowler leisteten von Anfang an ehrenamtliche Arbeit für den Markt. Die positive Auswirkung des stillen Schaffens im Hintergrund: Der Markt ist heute in der ganzen Schweiz bestens bekannt.

Novemberregen im Dezember

Ab Freitag regnete es, die Witterung gemahnte an den Herbst. Zwar hatte das am Freitagabend Einfluss auf die Besucherzahlen, ab Samstag war der Markt aber gewohnt voll. Weil der Donnerstag so gut besucht gewesen war, erläuterte Marktchef Walter Friedli, sei auch dieses Jahr die Zahl von 100000 Besuchern überschritten worden. Er stützte sich bei dieser Schätzung auf die Cars und die Auslastung der Parkplätze und Züge.

Was bei einem Rundgang auffiel, war die grosse Zahl italienisch sprechender Personen. Friedli bestätigt, dass gerade aus dem Tessin zahlreiche Cars anreisten, die die ersten Gäste am Morgen brachten, absetzten, zurück fuhren, die nächsten Gäste brachten, die ersten mit nach Hause nahmen und am späten Abend die zweite Gästeschar abholten.

Gute Stimmung trotz Regen

Auf die Stimmung hatte das Wetter keinen Einfluss. «Der Markt ist so schön, da spielt das Wetter keine Rolle, er ist besinnlich, man fühlt sich weihnächtlich eingestimmt», formulierte es eine Besucherin. Und eine Nachfrage an den Ständen ergab, dass die Marktfahrer mit den Geschäften zufrieden waren. Was beweist: Allen Wetterkapriolen zum Trotz vermag der Bremgarter Weihnachts- und Christchindli-Märt optimal auf den Advent einzustimmen.

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