Oberlunkhofen
Zwei grosse Vorhaben mitten im Dorf in Planung

Bald soll kräftig investiert werden: Die Regionalbank will einen Neubau erstellen und die Gemeinde Oberlunkhofen plant neue Alterswohnungen.

Lukas Schumacher
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Der Gemeinderat Oberlunkhofen hat umdisponiert. Ein Neubau der Gemeindeverwaltung auf dem Andermatt-Land im Dorfzentrum scheint kein Thema mehr zu sein. Im Vordergrund steht jetzt eine andere Lösung, die den Raumbedarf der Verwaltung und der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis deckt: ein Neubau der Regionalbank auf dem Andermatt-Gelände. Nach der Erstellung des neuen Banngebäudes soll die Gemeindeverwaltung, die seit Jahren Platzprobleme hat, die bestehenden Räumlichkeiten des Bankenhauptsitzes an der Zürcherstrasse1 nutzen.

«Wir wollen in Bälde bauen»

Wie weit sind die Neubaupläne des Geldinstituts gediehen? «In einem bis zwei Jahren möchten wir den Neubau anpacken», sagt André Bächinger, der Vorsitzende der Bankleitung. Man befinde sich zurzeit in Landverhandlungen mit den Grundeigentümern und hoffe, diese bald abschliessen zu können. Das neue Gebäude soll auf dem Andermatt-Land zwischen dem Volg-Laden und der Bushaltestelle realisiert werden. Bächinger geht davon aus, dass der neue Hauptsitz in drei bis vier Jahren eröffnet werden kann.

Die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis mit ihren vier Standorten ist gut auf Kurs. 2010 überschritt die Bilanzsumme der Bank 700 Millionen Franken, der aktuelle Betriebsertrag beläuft sich auf rund 10 Millionen. Zugelegt hat letztes Jahr auch die Mitgliederzahl. Sie wuchs um 420 auf 7723 Mitglieder an.

Genossenschaft soll es richten

Auf dem Andermatt-Areal mitten im Dorf (Parzelle 323) soll auch das Grossvorhaben «Wohnen im Alter» der Gemeinde Oberlunkhofen verwirklicht werden. Grundlage dazu bildet ein seit zwei Jahren vorliegender Bericht, der eine Gesamtüberbauung mit rund 30 Alterswohnungen sowie Räumlichkeiten für die Spitex vorsieht. Eine vom Gemeinderat eingesetzte Kommission befasst sich mit der Umsetzung, zudem klärt ein Ingenieurbüro Fragen rund um die Nutzung und bauliche Gestaltung ab. Fest steht, dass man eine privatrechtliche Genossenschaft für die Realisierung der Überbauung gründen will. Bekannt ist auch, dass der Gemeindeverband Regionale Altersheime hier 12 bis 14 Pflegebetten betreiben will.

Wie steht es um den Zeit- und Kostenrahmen des Altersprojekts? Oberlunkhofens Gemeindeammann Karl Grossen gibt sich wortkarg: «Wir stehen am Anfang, alles ist im Fluss.» Das komplexe Vorhaben kommt freilich nicht sehr zügig voran. Dorfbewohner vermuten, dass noch mindestens fünf Jahre bis zum Bauauftakt verstreichen werden. Dann dürfte das benachbarte neue Gebäude der Raiffeisenbank längst eröffnet sein.