Unterlunkhofen
Zwei Gemeinderatskandidaten in letzter Minute

Bei der Gemeinderatsersatzwahl in Unterlunkhofen kommt es wider Erwarten zu einer Kampfwahl. Nach Ablauf der Anmeldefrist vom 10. August haben sich soeben zwei Personen zu einer Kandidatur entschlossen, Yvonne Amstutz und Daniel Ruppen.

Lukas Schumacher
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Wollen in Unterlunkhofen Gemeinderat: Daniel Ruppen und Yvonne Amstutz.

Wollen in Unterlunkhofen Gemeinderat: Daniel Ruppen und Yvonne Amstutz.

zvg

Gewählt wird am 23. September im Kellerämter Dorf der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Gemeinderat Volker Herrnberger. Grund für Herrnbergers Demission ist ein Wohnortswechsel.

Sowohl Yvonne Amstutz (Jahrgang 1964) als auch Daniel Ruppen (1967) sind parteilos und wohnen noch nicht lange in der knapp 1300 Einwohner zählenden Gemeinde. Die Familie Ruppen lebt seit einem Jahr hier, die Familie Amstutz seit neun Monaten. Beide Kandidierende geben zu verstehen, dass sie sich in Unterlunkhofen «sehr wohl fühlen».

Beide parteilos, beide Neuzuzüger

Weshalb bewerben sie sich um den freien Gemeinderatssitz? Yvonne Amstutz: «Ich würde mich gerne für die Allgemeinheit einsetzen. Zudem interessiert mich das freie Ressort Finanzen/Schule, wegen meiner beruflichen Tätigkeit wäre mir das Finanzwesen keineswegs fremd.» Daniel Ruppen: «Ich hätte jetzt vom Beruf her die Möglichkeit, einige Stunden pro Woche einzusetzen für die Gemeinde und die Mitbewohner. Das würde ich gerne tun. Mit dem Thema Finanzen befasse ich mich auch beruflich.»

Der verheiratete Wirtschaftsinformatiker Daniel Ruppen ist Vater zweier Töchter im Alter von 22 und 17, Ehefrau Nadja ist Präsidentin der Kulturkommission Unterlunkhofen. Yvonne Amstutz ist ebenfalls verheiratet und Mutter eines dreijährigen Sohnes. Sie ist Geschäftsführerin und Mitinhaberin einer Firma für Personalberatung und -vermittlung von Bank- und Finanzspezialisten.

Wie schon im letzten Jahr

Kleine, amüsante Randnotiz: Auch letztes Jahr fand in Unterlunkhofen eine Gemeinderatsersatzwahl statt, damals trat Claudia Nick zurück. Im letzten Jahr hatte sich, genau wie jetzt, kein Kandidat innerhalb der Anmeldefrist gemeldet, wobei sich in letzter Minute ebenfalls zwei Leute zu einer Kandidatur durchrangen. Aus der damaligen Kampfwahl ging dann Alec von Tavel als Sieger hervor.