Dottikon

Zwei Aargauer Kantilehrer und ihre Liebe zur Musik – jetzt taufen sie ihre erste gemeinsame CD

Sängerin Daniela Larkin und Pianist Thomas Lüscher vertonen gefühlsstarke Gedichte auf ihre ganz persönliche Weise.

Sängerin Daniela Larkin und Pianist Thomas Lüscher vertonen gefühlsstarke Gedichte auf ihre ganz persönliche Weise.

Sängerin Daniela Larkin und Pianist Thomas Lüscher aus Dottikon taufen am Montag ihre erste gemeinsame CD «Never stops at all».

Starke Frauen, starke Worte – schon in ihrer Jugendzeit war Daniela Larkin von ihnen fasziniert. Diese Faszination hat bis heute nicht nachgelassen. Jetzt ist die Zeit reif, ihr eine Bühne zu geben. Aus der Jugendlichen von damals ist mittlerweile ebenfalls eine starke Frau geworden, eine zweifache Mutter, Sängerin und Gesangspädagogin, die unter anderem an der Kanti Wohlen und der Alten Kanti Aarau Gesang unterrichtet. Und seit sie 2015 begonnen hat, mit ihrem heutigen Pianisten Thomas Lüscher, der unter anderem an der Kanti Wohlen Klavier unterrichtet, Musik zu machen, ist die Idee, ihre Liebe zu Musik und eben den Gedichten zusammenzuführen, immer weiter gewachsen. «Thomas sagt immer, ich soll doch selber Texte schreiben, aber ich finde, solange andere viel besser ausgedrückt haben, was ich sagen will, muss ich es nicht auch noch versuchen», erklärt die 36-jährige ausgebildete Jazzsängerin lachend.

Nun taufen die beiden ihre erste gemeinsame CD mit dem Titel «Never stops at all». Diese enthält zwar ausschliesslich Texte von anderen, von Emily Dickinson, Sara Teasdale, Emily Brontë, aber auch von Horace Smith und E.E. Cummings. Doch: «Wer uns kennt, erkennt absolut uns in den Songs. Das sind wir», sind sich Larkin und Lüscher einig.

Die ideale Bühne erklärt ihre Musik am besten

Bei den sieben Stücken auf der CD handelt es sich hauptsächlich um Balladen. Und da beide Musiker aus dem Jazz-Genre stammen, geht die Musik auch in diese Richtung. Doch so richtig eingrenzen lässt sie sich nicht. Am ehesten kann man ihre Musik wohl mit der idealen Bühne dafür erklären: «Ein typischer Jazzclub passt nicht. Und für eine klassische Bühne sind wir zu wenig klassisch», versucht es Lüscher, der drei Jahre in Boston Musik studiert hat, zu erklären. Larkin überlegt laut: «Am ehesten würde es wohl passen, als Kammermusiker zu spielen.» Für Nicht-Musiker übersetzt sie: «Wenn beispielsweise der französische König Musik hören wollte, wurde in einem seiner Zimmer ein Flügel aufgestellt und dort gespielt. Das würde für unsere Musik auch passen», sagt sie und lacht erneut. Sie müssten das Publikum spüren, «es hat für uns eine ganz wichtige Rolle». Denn was beide lieben, ist die Improvisation: «Keines unserer Konzerte ist gleich, immer wieder haben wir ungeplante Teile drin, die stark davon abhängen, was wir vom Publikum spüren», sagen die beiden, die sich an der Jazzschule Basel knapp verpasst haben, sich aber viele Jahre später an der Kanti Wohlen kennen lernten.

Das Stadtbistro Isebähnli in Baden, das zu jedem Wochenstart mit «Jazz am Montag» spezielle Konzerte bietet, scheint wie geschaffen für LarkinLüscher. «Es gibt keine Bühne, der Flügel steht einfach in einer Ecke, das Publikum ist ganz nah. Genau so was haben wir uns für unsere CD-Taufe gewünscht», sagt Lüscher.

CD am Flügel von Peter Alexander aufgenommen

Neben dem Publikum ist ihnen aber auch der Flügel, auf dem Lüscher spielt, ganz wichtig. «Jedes Instrument in den verschiedenen Konzertlokalen ist anders. Ebenso passt sich Danielas Gesang an den Klang des Flügels an», erklärt der Pianist, der in sechs Bands spielt und auf verschiedenen CDs zu hören ist. «Das ist jedes Mal wieder sehr spannend.» Den Flügel im «Isebähnli» kennt er gut, denn er hat dort selber schon mehrere Konzerte gegeben.

Auch beim Aufnehmen der CD in Wien stimmte der Flügel perfekt. «Es ist genau der Steinway, der früher Peter Alexander gehört hat», erklärt er nicht ohne Stolz. Larkin fügt hinzu: «Der Flügel wurde kürzlich revidiert, scheinbar klingt er am besten bei etwa 70 Prozent Luftfeuchtigkeit. Als wir da waren, war gerade Hochsommer – uns lief der Schweiss nur so runter. Aber am Ende hat alles wunderbar gepasst.»

In Larkins Adern fliesst ein Viertel amerikanisches und etwa die Hälfte österreichisches Blut, wie sie mit ihrem sympathischen Lachen erklärt. «Darum passen sowohl die teilweise amerikanischen Texte wie auch das Studio in Wien perfekt. Ich fühle mich einfach wohl mit dieser Musik und möchte dieses wunderbare Gefühl von tiefster Zufriedenheit, das ich beim Singen verspüre, an die Leute weitergeben.» Besser kann es auch Lüscher nicht ausdrücken.

CD-Taufe: Montag, 10. Februar, 20.15 Uhr, Stadtbistro Isebähnli, Baden. Infos: www.danielalarkin.ch

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1