Oberlunkhofen

Zum 100. Geburtstag knackt Raiffeisenbank Kelleramt-Albis die Milliardengrenze

André Bächinger, Vorsitzender der Bankleitung (links) und Franz Hagenbuch, Präsident des Verwaltungsrats.

Raiffeisenbank Kelleramt-Albis

André Bächinger, Vorsitzender der Bankleitung (links) und Franz Hagenbuch, Präsident des Verwaltungsrats.

Zu ihrem 100-Jahr-Jubiläum blickt die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis auf ihre erfolgreiche Geschichte zurück.

«Wenn man 100 Jahre alt wird, hat man vieles richtig gemacht», ist sich Guy Lachappelle sicher. Der neue Verwaltungsratspräsident der Raiffeisen Schweiz betonte, dass es die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis vor allem ihrem nachhaltigen und langfristigen Denken und Handeln zu verdanken habe, dass sie in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiern könne.

Am Freitag hielt Lachappelle zur Feier dieses Jubiläums an der Orientierungsversammlung in Oberlunkhofen eine Rede und lobte dabei die Bank mit Sitz in Oberlunkhofen. Diese verkörpere die für ihn so wichtigen Werte Kundennähe, Leidenschaft und Erfolg. «Sie macht die Raiffeisen in dieser Region aus und gibt ihr ein Gesicht.»

In den vergangenen Jahren musste sich die Bank und ihre Mitarbeiter immer wieder dem Wandel der Zeit anpassen und einige unternehmerische Schritte durchführen. Denn seit der Gründungsversammlung am 30. November 1919 hat sich einiges verändert.

Franz Hagenbuch, Präsident des Verwaltungsrats der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis, blickte mit Stolz auf die wichtigsten Veränderungen zurück. Ein bedeutender Schritt in der Geschichte waren die Fusionen mit den Raiffeisenbanken Arni, 1997, und Jonen-Ottenbach im Jahr 1999. Ein weiteres wichtiges Wachstum konnte sich die Bank 2002 durch die Geschäftskreis-Erweiterung mit den Gemeinden Bonstetten, Hedingen, Aeugst und Affoltern am Albis sichern.

Das Kelleramt ist eigenständig

Von den negativen Schlagzeilen der vergangenen Jahre war die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis nur indirekt betroffen. «Wir sind eine eigenständige Bank», betonte Hagenbuch. So waren sie trotz der Bankenkrise, der Einführung der Negativzinsen oder der Beteiligungsstrategie, die nicht überall gut angekommen sei, stets auf gutem Kurs unterwegs gewesen. «Die Leute können sehr gut zwischen Raiffeisen Schweiz und der Raiffeisenbank Kelleramt-Albis unterscheiden», zeigt sich Hagenbuch dankbar.

Als Genossenschaft ist die Bank in Oberlunkhofen nicht von Investoren abhängig und muss keine Aktionäre bedienen. Der Gewinn kann also als Substanz in der Bank bleiben. Trotzdem: «Ohne Raiffeisenbanken keine Raiffeisen Schweiz und umgekehrt.» Und so seien sie froh, wenn das Aufräumen bei der Raiffeisen Schweiz, bei dem unter anderem der komplette Verwaltungsrat erneuert wurde, bald vorbei sei.

Herausforderung gemeistert

Die vergangenen Jahre hat die Bank also gut überstanden. Doch wie geht es ihr jetzt, an ihrem 100. Geburtstag? «Trotz einer um 0,4 Prozent tieferen Zinsmarge als noch vor zehn Jahren geht es uns gut», so Franz Hagenbuch.

Das konnte auch André Bächinger, Vorsitzender der Bankleitung, bestätigen. Obwohl das Jahr 2018 sehr turbulent war, sei die Bank gewachsen: «Pünktlich zum Jubiläum wurde die Milliardengrenze geknackt. Per Ende Jahr betrug unsere Bilanzsumme eine Milliarde und sechs Millionen.» Weiter hätten die Bank und ihre Mitarbeiter das Pilotprojekt, die neue EDV-Plattform, gemeistert. Die Bankenplattform sei nicht gut angelaufen und habe sie auf Trab gehalten. Doch schliesslich hätten sie auch diese Herausforderung meistern und das 500-Millionen-Projekt umsetzen können.

«Zusammengefasst», so Hagenbuch «hat sich die Raiffeisenbank Kelleramt-Albis zu einer Milliardenbank entwickelt.» Sie sei eine der 320 tragenden Säulen der Marke Raiffeisen und bleibe das hoffentlich auch weiterhin. Guy Lachappelle hat da keine Bedenken: «Mit 100 Jahren seid ihr noch frisch und jugendlich und könnt planen, um mit 200 Jahren auf dem Buckel noch genau so erfolgreich zu sein.»

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