Oberfreiamt
Zuger wollen keinen Freiämter Abfall mehr

Jetzt ist fertig lustig mit dem Abfalltourismus in den Kanton Zug. Mit Plakaten machen die Ökihöfe darauf aufmerksam, dass sie nur noch Zuger Güsel annehmen.

Eddy Schambron
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Auch mit Plakaten machen die Ökihöfe im Oberfreiamt darauf aufmerksam, dass nur Benutzer aus dem Kanton Zug zugelassen sind. ES

Auch mit Plakaten machen die Ökihöfe im Oberfreiamt darauf aufmerksam, dass nur Benutzer aus dem Kanton Zug zugelassen sind. ES

Die Zuger Ökihöfe wehren sich gegen den Zustrom von ausserkantonalen Abfallentsorgern. Das hält der Zweckverband der Zuger Einwohnergemeinden für die Bewirtschaftung von Abfällen (zeba) fest. In den letzten Jahren habe sich aus den umliegenden Gemeinden ein Abfalltourismus entwickelt, der Probleme verursache. An Samstagen würden an den Zufahrten zu gewissen Ökihöfen Autoschlangen stehen, «sodass die Betreuer kaum mehr nachkommen und die Abfallpressen an den Kapazitätsgrenzen laufen».

Deshalb kontrollieren seit Anfang Mai die Angestellten der Zuger Ökihöfe die Abfallentsorger und weisen sämtliche Besucher mit nicht zugerischen Kontrollschildern ab – ausser, wenn diese belegen können, dass sie im Kanton Zug wohnhaft sind oder da ihren Geschäftssitz haben.

Im oberen Freiamt regeln die einzelnen Gemeinden die Abfallentsorgung in der Regel selber und bieten neben den regelmässigen Abfuhren von Hauskehricht entweder Sammelstellen für Glas, Metall, Sperrgut und andere Materialien an oder organisieren in regelmässigen Abständen entsprechende Entsorgungsmöglichkeiten. Zudem existiert in Wohlen eine Sammelstelle der schweizerischen Abfallsammelkette «brings!» Schliesslich sind die meisten Poststellen «brings!» angeschlossen und nehmen ausgediente Elektrogeräte kostenlos zur Entsorgung entgegen.

Weitere Informationen: www.brings.ch

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