Zufikon
Ammann und Vizeammann gehen – aber «Zufikon soll so weitergeführt werden wie bisher»

Gemeindeammann Christian Baumann hat schon vor vier Jahren gesagt, dies werde seine letzte Amtsperiode sein. Vizeammann Karl Kaufmann hätte seinen Sitz übernehmen sollen. Schweren Herzens scheidet der nun aber auch aus. Gemeinderat und Ammann-Kandidat Daniel Stark erklärt, wie es mit dem Dorf weitergehen soll.

Andrea Weibel
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Die drei bisherigen Zufiker Gemeinderäte treten nochmals an: Boris Sommer (als Vizeammann), Gabriela Bereuter, Daniel Stark (als Ammann, von links).

Die drei bisherigen Zufiker Gemeinderäte treten nochmals an: Boris Sommer (als Vizeammann), Gabriela Bereuter, Daniel Stark (als Ammann, von links).

zvg

Zufikon hat nicht zu wenig Gemeinderatskandidaten. Es sind sogar sieben Personen, die um die fünf Sitze im Rat buhlen. Und doch ist die Situation nicht ganz einfach. Denn nicht nur der Ammann, sondern auch der Vizeammann treten nicht mehr zur Wahl an. Anfang Jahr war das eine grosse Überraschung. Doch nun sind die drei verbleibenden Mitglieder des Gemeinderats bereit, das Boot zusammen mit zwei neuen Besatzungsmitgliedern auf bewährtem Kurs zu halten.

Ammann Christian Baumann hatte schon vor vier Jahren gesagt, dass dies seine letzte Amtsperiode sein werde. Anfang Jahr musste sich dann auch Vizeammann Karl Kaufmann zur Entscheidung durchringen, dass seine neue berufliche Herausforderung – er hat eine eigene Firma übernommen – nicht mit einem Amt als Gemeinderat oder gar Ammann, wie es vorgesehen war, vereinbar wäre.

«Für uns war klar, dass er der neue Ammann werden wird, darum hätte ich damals nie daran gedacht, selber als solcher zu kandidieren», erinnert sich Daniel Stark (parteilos, 1961), der heutige Ammann-Kandidat. Neben ihm, der seit 2018 im Amt ist, bleiben noch Gabriela Bereuter (Die Mitte, 1964, seit 2010 im Amt) und Boris Sommer (SVP, 1985, seit 2018 im Amt), die erneut kandidieren.

Sommer möchte noch nicht gleich Ammann werden

Doch auch das amtsälteste Gemeinderatsmitglied Gabriela Bereuter will den Ammann-Posten nicht. Einerseits aus beruflichen Gründen, andererseits aber auch, weil die Integration der Schulpflegearbeiten in den Gemeinderat sie als Ressortverantwortliche Bildung bereits genügend fordern wird. «Also blieben Boris und ich», erinnert sich Stark.

Beide konnten sich vorstellen, Gemeindeammann ihres schönen Dorfes zu werden. «Doch Boris hat drei kleine Kinder und einen herausfordernden Job. Er würde gerne Gemeindeammann werden, aber vielleicht noch nicht gleich jetzt. Also tritt er zur Wahl als Vizeammann an, ich als Ammann», so Stark. Auf einem Flyer mit dem Titel «Für Zufikon – mit Herzblut und Erfahrung» werben die drei Bisherigen gemeinsam für sich.

Sie möchten «weiterhin eine attraktive Gemeinde bleiben»

Damit möchten sie auch aufzeigen: «Zufikon soll so weitergeführt werden wie bisher», betont Stark. Und er fügt hinzu:

«Die Gemeinde funktioniert gut. Wir möchten Kontinuität in den Gemeinderat bringen, weiterhin eine attraktive Gemeinde bleiben sowie nur moderat wachsen.»

Derzeit zählt die Gemeinde Zufikon rund 4600 Einwohner. Geht es nach dem Gemeinderat, sollen es nicht mehr als 5000 werden. Alle drei Wiederkandidierenden sind sich einig, dass all diese Ziele auch dank des sehr guten Gemeindepersonals und der Bevölkerung erreicht werden können.

Neben den drei bisherigen haben sich vier neue Kandidaten zur Wahl gestellt. Dies sind Natascha Brunold-Kottmann (FDP, 1976), Claudia Cocco (parteilos, 1972), Reto Knecht (Die Mitte, 1982) und Klaus Kunisch (SVP, 1975).

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