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Zufikon: Ammann und Gemeinderäte sollen mehr Geld erhalten

In der rund 4300 Einwohner zählenden Gemeinde Zufikon sollen die Lokalpolitiker besser entlöhnt werden. Vorgeschlagen ist eine jährliche Gesamtentschädigung von 191000 Franken statt 160000 Franken.

Lukas Schumacher
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Vizeammann Daniel Juchli (links) und Gemeindeschreiber Felix Etterlin, seit 36 Jahren «Kanzler» in Zufikon, erläuterten die neue Besoldung. sl

Vizeammann Daniel Juchli (links) und Gemeindeschreiber Felix Etterlin, seit 36 Jahren «Kanzler» in Zufikon, erläuterten die neue Besoldung. sl

Wie viel darf und soll es denn sein? Alle vier Jahre, immer vor den Erneuerungswahlen des Gemeinderats, stellt sich in den Gemeinden die Frage der finanziellen Entschädigung ihrer Behörde.

In Zufikon macht die Gemeindebehörde folgenden Bruttolohn-Vorschlag für die Amtszeit 2014 bis 2017: Gesamtentschädigung neu 191 000 Franken statt rund 160 000 Franken. Das entspricht einer Erhöhung um knapp 20 %.

Falls die Gemeindeversammlung am 20. Juni der neuen Gesamtentlöhnung zustimmt, erhält der Gemeindeammann künftig ein Fixum von brutto 65 000 Franken im Jahr; 2012 bezog der Gemeindeammann brutto 48 500 Franken.

Der Vizeammann wird fortan pauschal mit 27 000 Franken jährlich entlöhnt, er bekam 2012 alles in allem gut 29 000 Franken. Die drei Gemeinderäte/Gemeinderättinnen erhalten pauschal neu je 23 000 Franken; 2012 bezogen die drei Gemeinderäte 30 000, 24 800 und 26 800 Franken.

Schlechter als in den letzten vier Jahren fahren der Zufiker Vizeammann und die drei anderen Gemeinderatsangehörigen mit dem neuen Entlöhnungssystem freilich nicht. Denn das Quartett teilt künftig eine Summe von 30 000 Franken individuell nach Aufwand unter sich auf, was im Schnitt zusätzlich je rund 7000 Franken ausmacht.

Hinzu kommt eine unveränderte Spesenpauschale von gesamthaft 13 500 Franken im Jahr: Je 3000 Franken Spesen wird dem Zufiker Ammann und dem Vizeammann ausbezahlt, je 2500 Franken den drei Gemeinderäten.

Für Vizeammann Daniel Juchli – er tritt nach 12 Jahren im Gemeinderat nicht zu den Wahlen im Herbst an – sind die vorgeschlagenen Entschädigungen «keineswegs überrissene Bezüge». Vielmehr seien die Anpassungen gerechtfertigt und auch vernünftig.

Denn die mittelgrosse Gemeinde weise immerhin rund 4300 Einwohnern auf, die zurecht hohe Ansprüche an die Gemeinderatsarbeit und die Dienstleistungen der Gemeindeverwaltung stellten.

Das neue Gemeindeammann-Salär von pauschal 65 000 Franken wird zum einen mit dem zeitlichen Aufwand von 21 Wochenstunden begründet, was einem 50-Prozent-Pensum entspricht.

Zum andern steht das Salär im Zusammenhang mit einem neu zusammengestellten «Pflichtenheft für den Gemeindeammann». Auf drei Seiten sind da die Aufgaben des Ammanns aufgelistet.

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