Oberrüti
Zuerst Provisorium, dann Sporthalle

Mehr Luft für die Planung: Zuerst wird ein Provisorium für die Schule von Oberrüti gebaut und dann der Entscheid über eine neue Sporthalle gefällt.

Eddy Schambron
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Nördlich der Schulanlage soll ein Schulraum-Provisorium erstellt werden.

Nördlich der Schulanlage soll ein Schulraum-Provisorium erstellt werden.

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Mit dem neuen Vorgehen werden die im Mitwirkungsverfahren zum Studienauftrag Entwicklung Schulareal eingereichten Stellungnahmen der Bevölkerung in einem späteren Zeitpunkt im Detail analysiert, teilt der Gemeinderat mit. Die Schule Oberrüti braucht auf das Schuljahr 2015/2016 nämlich dringend mehr Schulraum. Aus zeitlichen Gründen muss deshalb ein Provisorium erstellt werden.

Mit dem Erstellen eines Raumprovisoriums für die Schule können die kurzfristigen Bedürfnisse der Schule befriedigt werden. Diese neue Ausgangslage eröffnet die Möglichkeit, die bisherigen Empfehlungen der Arbeitsgruppe, beziehungsweise des Gemeinderats dahingehend zu ändern, dass zuerst ein Entscheid über die Sporthalle gefällt wird. Die weiteren Phasen, nämlich die Optimierung der bestehenden Anlagen und die Neugestaltung der Umgebung mit Spielplätzen und Parkierungsanlagen sollen erst nach diesem Entscheid und der Ausführung der Sporthalle konkret angegangen werden.

Nördlich des Schulhauses

Der Standort für die provisorischen Schulraumbauten soll nördlich des Schulhauses sein. Für dieses Vorhaben wird den Stimmberechtigten an der nächsten Gemeindeversammlung ein entsprechender Kredit unterbreitet. Als nächster Schritt will der Gemeinderat einen Entscheid über eine Sporthalle fällen. Dafür wird ebenfalls an der nächsten Gemeindeversammlung ein Planungskredit vorgelegt.

Die Planung beinhaltet ein Vorprojekt für eine Doppelturnhalle mit der Option für eine Einfachturnhalle. Die ins Auge gefassten Optimierungen der bestehenden Anlagen und Aussengestaltung werden erst nach der Ausführung der Sporthalle weiter verfolgt. Im Grundsatz erhalten bleibt das Konzept der Studie Entwicklung Schulareal, wie der Gemeinderat weiter festhält.

Inlinehockey-Halle vom Tisch

Theoretisch könnte die Diskussion um eine Inlinehockey-Halle der Z-Fighters, welche das Thema Sporthalle in die weitere Öffentlichkeit gebracht hat, wieder aufkeimen. Aber für die Behörden ist sie an diesem Standort vom Tisch. «Auch die Z-Fighters haben in einem Mail erklärt, dass sie diese Diskussion als abgeschlossen sehen», sagt Gemeindeschreiber Christian Zemp.

Der Gemeinderat sei dafür an den Regionalplanungsverband getreten, um auch eine regionale Lösung für eine Inlinehockey-Halle zu suchen. «Da sind meines Wissens erste Gespräche zwischen Repla und Z-Fighter geführt worden.» Schliesslich steht immer noch das Angebot der Vanoli AG, am Standort des geplanten und umstrittenen Kies- und Betonwerks Raum für eine solche Halle zu schaffen.

Schon im Mai kam eine vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe zum Schluss, dass eine Inline-Hockeyhalle und eine Turnhalle beim Schulareal keinen Platz haben. Eine Inline-Halle mit den Mindestmassen und eine Turnhalle hätten an diesem Standort, wenn überhaupt, nur mit einer Änderung der Baulinie und mit einer ungünstigen Positionierung der Turnhalle Platz.