Oberrüti
Zuerst muss der Entscheid über die Sporthalle fallen

Erst wenn klar ist, ob eine Einfach- oder Doppelturnhalle erstellt wird und wo der Standort ist, kann die Entwicklung des Schulareals weiterverfolgt werden. Das schreibt der Gemeinderat zur bevorstehenden Referendumsabstimmung.

Eddy Schambron
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Soll Oberrüti eine Einfach- oder eine Doppelturnhalle bauen?

Soll Oberrüti eine Einfach- oder eine Doppelturnhalle bauen?

Eddy Schambron

Gegen den von der Einwohnergemeindeversammlung beschlossenen Projektierungskredit von 250 000 Franken für eine neue Einfach- oder Doppelturnhalle wurde erfolgreich das Referendum ergriffen. Damit kommt der Beschluss am 8. März an die Urne. Der Gemeinderat empfiehlt den Stimmberechtigten dem Kreditbegehren für die Projektplanung der Sporthalle zuzustimmen.

Knapper Entscheid

Der Initiant des Referendums, Viktor Weber, ist der Ansicht, dass das knappe Resultat an der Gemeindeversammlung selber (51 Ja gegen 48 Nein) bereits rechtfertige, den Entscheid an der Urne nochmals zu fällen. Ausserdem sei auf die Ideen der Bevölkerung, welche im Mitwirkungsverfahren des Studienauftrages Entwicklung Schulareal geäussert wurden, bei der Fortsetzung des Studienauftrages einzugehen und die Bevölkerung mit einzubeziehen. «Durch den Entscheid, dass die Integration der Inlinehockey-Halle nicht weiter verfolgt wird und dass die Erweiterung der Schulräume durch einen Schulhaus-Anbau realisiert wird, ergibt sich für die Planung der Infrastruktur im Bereich Schulanlage eine völlig neue Ausgangslage, welche eine Neubeurteilung verlangt», ist Weber überzeugt.

So mache es keinen Sinn, eine Komponente aus dem Ganzen herauszubrechen und für sich zu planen und zu realisieren. Vielmehr solle eine Gesamtschau aufzeigen, welche Kostenfolge und allfällige Auswirkungen auf den Steuerfuss zu erwarten seien, wie die Parkplatzsituation und die Zufahrten gelöst werden, wie man den Bedürfnissen aller Vereine und Institutionen gerecht werde, wie allfällige Synergien mit den Infrastrukturbauten der Kirchgemeinden genutzt werden können, welche Etappierungen nötig und sinnvoll sind und welche weiteren Investitionen sonst noch auf den Steuerzahler zukommen.

Keine völlig neue Ausgangssituation

Dem widerspricht der Gemeinderat: «Es ist nicht so, dass durch den Schulhaus-Anbau eine völlig neue Ausgangslage entstanden ist, sondern dass dadurch lediglich die erste Ausführungsetappe für den Schulraum notwendig wurde.» Für die zweite Etappe sei nun der Entscheid über die Sporthalle zu fällen. «Es ist für die weitere Behandlung der Entwicklung entscheidend zu wissen, ob nun eine Einfach- oder Doppelturnhalle erstellt wird und wo der Standort der Halle liegt.» Gestützt auf die erfolgten Bedarfsabklärungen, aber auch auf die Mitwirkungseingaben würden alle notwendigen Begehren für die Weiterbehandlung auf dem Tisch liegen.

Gesamtschau bereits gemacht

Der Entscheid über eine Sporthalle werde nicht, wie Initiant Weber argumentiere, mit einem Wettbewerb gefällt, sondern nur das Verfahren werde mit einem Wettbewerb vorgenommen. «Mit diesem Verfahren wird dem Gemeinderat wie auch der Bevölkerung ermöglicht, aus verschiedenen Varianten die beste Lösung zu bestimmen.» Der Entscheid werde immer durch den Stimmbürger mit einem Kreditbeschluss gefällt. «Im Studienauftrag wurde eingehend in einer Gesamtschau abgeklärt und aufgezeigt, welche Bedürfnisse heute für die Entwicklung des Schulareals vorliegen.» Mit der Präsentation der Resultat am 2. Dezember 2013 gelte das Projekt Studienauftrag als abgeschlossen.

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