Ringen
Match gegen Hergiswil: Zuerst harzig, dann erwartet souverän

Die Freiämter Ringer starten gut in die neue Nationalliga-A-Saison. Sie verwandelten einen 2:8-Rückstand in einen 25:11-Kantersieg. In der Bachmattenhalle Muri verfolgten die 300 lautstark mitgehenden Zuschauer einen spannenden Ringermatch. Freiamts-Trainer Marcel Leutert äusserte sich zufrieden.

Wolfgang Rytz
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Magomed Aischkanow, der Russe im Freiämter Team (links), bezwang den Hergiswiler Raphael Kaufmann mit 16:0 Wertungspunkten.

Magomed Aischkanow, der Russe im Freiämter Team (links), bezwang den Hergiswiler Raphael Kaufmann mit 16:0 Wertungspunkten.

Wolfgang Rytz/«Aargauer Zeitung»

Die Freiämter Ringer haben sich im ersten Kampf der neuen NLA-Saison gegen Abstiegskandidat Hergiswil souverän durchgesetzt. Die ersten drei Kämpfe gingen zwar verloren, danach stellten die Aushängeschilder der Aargauer Ringerhochburg die gewohnten Kräfteverhältnisse wieder her und verwandelten einen 2:8-Rückstand in einen 25:11-Kantersieg.

300 lautstark mitgehende Zuschauer

Zu Beginn zeichnete sich in der Bachmattenhalle Muri für die 300 lautstark mitgehenden Zuschauer ein spannender Ringermatch ab. Die beiden jungen Freiämter Tobias Lüscher und Saya Brunner hatten Lehrgeld bezahlt; und Schwergewichter Roman Zurfluh agierte zu wenig entschlossen. Doch schon Magomed Aischkanow und Nils Leutert beruhigten die Nerven des Heimpublikums mit Überlegenheitssiegen.

Freiamts-Trainer Marcel Leutert wollte nichts wissen von einer negativen Überraschung am Anfang. Er habe mit einem Rückstand nach den ersten Kämpfen gerechnet. «Die Jungen bezahlten Lehrgeld, und Roman verlor gegen einen schwierigen Gegner, weil ihm das Selbstvertrauen fehlt.»

Zweite Hälfte unwiderstehlich

Nach der Pause entzogen Marc Weber und Pascal Strebel dem Vergleich mit den Luzerner Hinterländern schnell jegliche Spannung. Weber überforderte den Gegner mit seinem Kraftstil und gewann 16:0 vor Ablauf der vierten Kampfminute. Pascal Strebel zeigte sich von seiner Fussgelenkoperation bereits gut erholt und dominierte 10:1.

Der 18-jährige Merenschwander Kimi Käppeli drehte einen 0:4-Rückstand auf 5:4 und freute sich nach dem Abpfiff schelmisch.

Der 18-jährige Merenschwander Kimi Käppeli drehte einen 0:4-Rückstand auf 5:4 und freute sich nach dem Abpfiff schelmisch.

Wolfgang Rytz/«Aargauer Zeitung»

Den spannendsten Fight des Abends zeigte Kimi Käppeli, der sich von seinem routinierten Gegner in der ersten Runde zweimal auskontern liess. Mit einer Willensleistung drehte der 18-jährige Merenschwander das Blatt von 0:4 auf 5:4. Trainer Leutert kommentierte die Startschwierigkeiten einiger Heimkämpfer so:

«Einige unserer Ringer hatten vor dieser Zuschauerkulisse das Muffensausen.»

Auch Randy Vock musste sich gegen seinen körperlich überlegenen Widersacher erst einstellen. Dann zerzauste er den Hergiswiler mittels Beinschraube 16:0. Yves Müllhaupt, der Weinfelder Doppellizenzringer in Freiämter Diensten, vermied zum Schluss jegliches Risiko und erfüllte seine Pflicht mit 3:1.

Marcel Leutert strich am Schluss das Positive heraus, sagte:

«Für den ersten Einsatz bin ich zufrieden, es folgen ja noch mindestens 13 weitere Kämpfe.»

Er habe mit einem so hohen Sieg sehr wohl gerechnet, obwohl er Teamstützen wie Nino Leutert oder Michael Bucher noch nicht einsetzte. «Das Feintuning stimmt noch nicht in allen Punkten, aber daran werden wir arbeiten», versprach der Cheftrainer. «Klar haben wir noch Luft nach oben.»

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