Bünzen

Zu wenig Wasser: Die Kneipp-Anlage kämpft mit Trockenheit

Wenig Wasser in der Bünzer Kneipp-Anlage.

Wenig Wasser in der Bünzer Kneipp-Anlage.

Der Zufluss zur Bünzer Kneipp-Anlage Chlostermatte leidet an Wassermangel.

Bünzen Seit rund 13 Jahren erfreut sich die Kneipp-Anlage an der Bünz bei der Chlostermatte in Bünzen grösster Beliebtheit. Alfred Strebel kümmert sich als Ehrenpräsident des Kneipp-Vereins Muri-Freiamt intensiv um einen guten Zustand der idyllisch gelegenen Anlage.

Die Kneipp-Saison beginnt in der Regel in der Zeit um Ostern. In diesem Jahr war aber coronabedingt alles etwas anders, wie Strebel gegenüber der AZ erklärt. «Infolge Corona konnten wir erst am 30. Juni die Kneipp-Anlage reinigen und wieder freigeben.»

Die Einhaltung der Schutzmassnahmen und der Abstände ist auch beim Kneippen zu beachten. «Wir appellieren und setzen auf die Eigenverantwortung der Besucher», sagt Strebel. Die Anlage wird wöchentlich mehrmals gereinigt und die Handläufe desinfiziert.

Auch wenn mittlerweile die Kneipp-Saison, die im Normalfall bis Oktober dauert, eröffnet werden konnte, kämpft die Bünzer Anlage mit einer weiteren Herausforderung. Der Betrieb stösst an die Grenzen, die die Natur zurzeit bietet. «Wegen der anhaltenden Trockenheit hat es zu wenig Wasser, das durch die Anlage fliesst. Es zieht nicht durch», erklärt Alfred Strebel.

Das Wasser der Anlage stammt vom Riedmisbächli, das nach der Anlage in Bünz mündet. Weil das Wasser nicht schnell durchfliesst und liegen bleibt, bilden sich vermehrt algige Stellen. Der Pflegeaufwand für Strebel ist dadurch erhöht.

«Wir spüren auch im Grundwasser noch immer die Trockenheit der letzten zwei Jahre. Das hat Auswirkungen auf den Wasserstand in der Kneipp-Anlage», sagt Alfred Strebel. Der Einsatz für die Anlage ist für ihn eine Herzenssache.

«Sie ist nicht mehr wegzudenken. Unter gesundheitsbewussten Menschen hat sich zu einem Treffpunkt entwickelt», so der Kneipper. Es sei ihm ein grosses Anliegen, das Kneippsche Erbe weiterzugeben. «Die fünf Säulen, Lebensfreude, Wasser, Bewegung, Kräuter und Ernährung, sind eine gute Ergänzung zur Schulmedizin», sagt Strebel.

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