Bremgarten

Zu viele Kothäufchen: Die Stadt startet einen Angriff auf die Taubenplage

Solche Anti-Fütterungs-Tafeln sollen bald die Fassaden von einigen Gebäuden in der Altstadt Bremgarten zieren. sl

Solche Anti-Fütterungs-Tafeln sollen bald die Fassaden von einigen Gebäuden in der Altstadt Bremgarten zieren. sl

Mit einer Informationsbroschüre läuft am Freitag das Projekt «Taubenproblematik» an. Ende März soll die zweite Etappe der Aktion umgesetzt werden: die Montage von Fütterungs-Verbotstafeln.

Die Broschüre liegt morgen Freitag in allen Briefkästen der Altstadt und der näheren Umgebung. Verfasst wurde die Aufklärungsschrift von Taubenexperte Daniel Haag-Wackernagel im Auftrag von Stadtrat und -verwaltung. Zweck der Broschüre: Die Städtchenbewohner für die Taubenproblematik zu sensibilisieren, damit die Taubenpopulation ohne Radikalmassnahme deutlich schrumpft. Das Ziel ist ein kleiner, gesunder Taubenbestand. Heute hausen gemäss Schätzungen nahezu 100 Tauben in Bremgarten.

Überbevölkerung und Kot

Die gefällig gestaltete Broschüre ist in mehrere kleine Kapitel unterteilt. Eines trägt die Überschrift «Taubenfüttern verursacht Überbevölkerung». Die Grösse einer Taubenpopulation werde durch die Nahrungsmenge bestimmt, die in Form von natürlicher Nahrung, von Abfällen sowie vor allem durch die Fütterung anfalle. Wenn Tauben gefüttert würden, könnten sie ganzjährig brüten, sodass der Bestand stetig zunimmt.

Im Kapitel «Ärgernis Taubenkot» ist nachzulesen, dass eine Taube täglich 10 bis 20 Mal Kothäufchen absetze, die mit Schleim und weisser Harnsäure durchsetzt sind. Eine einzige Taube scheide im Jahr bis zu 10 Kilo Kot aus. Taubenkot, vor allem die unlösliche Harnsäure, sei nicht nur schwer zu entfernen, sondern könne auch Krankheitserreger enthalten. Je dichter Tauben zusammenlebten, desto einfacher würden sich Krankheitserreger verbreiten, wobei diese auch Menschen befallen könnten. Insbesondere immungeschwächte Personen seien gefährdet.

Verbotstafeln in der Altstadt

Gegen Ende März werden einige Fütterungs-Verbotstafeln an Gebäuden in der Altstadt Bremgarten angebracht. Die Tafeln sind noch nicht hergestellt, das Muster hingegen ist angefertigt (siehe Foto). Ende Februar befindet die Altstadtkommission über die Standorte. Überdies braucht es das Einverständnis der Hausbesitzer, damit die Tafeln an den Hausfassaden montiert werden können.

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