Muri
Zu teuer und zu viele Einsprachen: Klosterhof-Gelateria ist auf Eis gelegt

Trotz vielen positiven Reaktionen aus der Bevölkerung doch keine leckeren Glacés im Klosterhof: Der ursprünglich geplante Gelateria-Pavillon würde zu teuer, ausserdem kam es zu Einsprachen gegen das Bauprojekt.

Merken
Drucken
Teilen
Das Baugerüst für den Gelateria-Pavillon im Klosterhof fand im Winter viel Beachtung – und sorgte für Einsprachen. Archiv

Das Baugerüst für den Gelateria-Pavillon im Klosterhof fand im Winter viel Beachtung – und sorgte für Einsprachen. Archiv

Eddy Schambron

Anfangs Dezember war der Verein pflegimuri zuversichtlich, der Gemeinde im Frühjahr eine Bereicherung bieten zu können. Nachdem mit dem Neubau Löwen der Pflegi Muri ein Meilenstein gesetzt wurde, gehe es in Sachen Bauen auf dem Gelände der Pflegi demnächst weiter wesentlich kleiner, aber im wahrsten Sinne fein, hiess es in einer Mitteilung des Vereins noch zuversichtlich. «Mit einem Pavillon im Apothekergarten, der von der Gelateria beim Kloster hätte gemietet werden können, wollte der Verein pflegimuri Hand bieten zur Belebung des Klosterhofes und dem Dorf einem weiteren Treffpunkt schenken», blickt heute Vereinspräsident Franz Hold zurück. Die Besitzer der Gelateria, Andreas und Ursula Urech, waren auf den Verein zugekommen, nachdem ihnen der bisherige Standort an der Marktstrasse gekündigt wurde.

Doch es kam anders: Obwohl es viele positive Reaktionen aus der Bevölkerung auf das Bauvorhaben gegeben habe, habe die Baukommission des Vereins «schweren Herzens» entschieden, auf das Bauvorhaben zu verzichten. «Jetzt, wo alle Kosten auf dem Tisch liegen, sehen wir, dass die Pavillon-Miete höher als erwartet und somit von der Mieterschaft kaum aufzubringen wäre», stellt Hold fest. Ebenfalls wurden verschiedene Einsprachen gegen dieses Projekt eingereicht.

Verzögerung programmiert

«Laut Beurteilung der Bauabteilung der Gemeinde Muri wurden beim Pavillon-Projekt alle Vorgaben gemäss Bauordnung eingehalten. Dennoch hätte die Auseinandersetzung mit den Einsprechern einen gehörigen juristischen Effort des Vereins pflegimuri zur Folge haben können. Dies hätte zu einer massiven Verzögerung des Baus geführt.» Eine Eröffnung der Gelateria im Frühjahr wäre nicht realisierbar gewesen. Ein späterer Bezug sei für die Gelateria-Betreiber keine Option gewesen.

Der Verein pflegimuri hatte in Absprache mit der Denkmalpflege durch das Architekturbüro Langenegger in Muri eine Holzbaulösung mit Glasfaltwänden projektiert. Der rund 50 Quadratmeter umfassende Pavillon wäre so platziert gewesen, dass Spielgeräte, Sitzgelegenheiten und die aktuelle Begrünung grösstenteils erhalten geblieben wäre.