Altersheim
Zentrumsleiterin in Bremgarten tritt zurück

Nach der Freistellung von Raphaela Bootz, der Zentrumsleiterin in Widen, überstürzen sich die Ereignisse im Gemeindeverband regionale Alterszentren Bremgarten, Mutschellen, Kelleramt. Elke Hönekopp, die Zentrumsleiterin in Bremgarten, tritt zurück.

Lukas Schumacher
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Ist gegangen: Elke Hönekopp, Zentrumsleiterin Bremgarten.

Ist gegangen: Elke Hönekopp, Zentrumsleiterin Bremgarten.

Lukas Schumacher

Elke Hönekopp bezeichnet ihren sofortigen Rücktritt als «Protest gegen die fristlose Entlassung meiner Zentrumskollegin Raphaela Bootz». Die Freistellung ihrer Kollegin sei unverständlich, sie sei auch erniedrigend gewesen. Bootz habe ihr Büro innert einer Stunde räumen müssen, ohne sich von den Mitarbeitenden und den Pensionären des Alterszentrums Widen verabschieden zu dürfen. Weshalb sich der Vorstand des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren zu dieser Machtdemonstration veranlasst sah, sei schlicht nicht nachvollziehbar.
Am Freitag hatte Elke Hönekopp den Verbandsvorstand gebeten, sie ebenfalls per sofort freizustellen. Dieses Ansinnen lehnte der Vorstand ab, worauf Hönekopp das Zentrum Bremgarten gestern verlassen hat.

«Mangelndes Vertrauen»
Hinter den Kulissen der beiden Alterszentren hat es seit längerer Zeit gebrodelt. Sowohl die zwei Leiterinnen der Alterszentren als auch der Verbandsvorstand führten gegenseitig «mangelndes Vertrauen» ins Feld. Laut den beiden Zentrumsleiterinnen liess zudem die Wertschätzung ihrer Arbeit sehr zu wünschen übrig, obschon die Zentrumsleitungen sowie die Teams der Mitarbeitenden durch externe Fachleute gut benotet worden waren.

Elke Hönekopp und Raphaela Bootz wollten die zwei Alterszentren mit den je 70 Pensionären und den je 80 Mitarbeitenden im Herbst verlassen. Höhnekopp hatte auf Ende September gekündigt, Bootz auf Ende Oktober. «Wir wollten im Herbst einen vernünftigen Schlussstrich ziehen», betont Elke Höhnekopp. Leider habe dies der Vorstand verhindert.

«Situationsanalyse»
Gabi Bereuter, die Vizepräsidentin des Gemeindeverbandes Regionale Alterszentren, war am Montag nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Nach der Freistellung von Bootz Ende letzter Woche hatte Bereuter angekündigt, dass man verbandsintern eine Situationsanalyse vornehmen werde. Dabei sollen vergangene Vorkommnisse umfassend aufgearbeitet sowie bestehende Mängel und mögliche Verbesserungen aufgezeigt werden. Sobald erste neue Erkenntnisse vorlägen, die einer sachlichen Problembehebung dienten, gelange der Vorstand an die Medien.

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