Muri
Zentrum Roos müsste für sieben Millionen Franken renoviert werden

Die Gemeinde Muri will das Zentrum Roos verkaufen. Aufgeteilt auf acht Jahre, sind Sanierungen in Dach und Fassade sowie in die Haustechnik notwendig.

Eddy Schambron
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Das Zentrum Roos bietet Platz für vielerlei Nutzungen, allerdings hat es in den nächsten acht bis zehn Jahren einen erheblichen Investitionsbedarf. ES

Das Zentrum Roos bietet Platz für vielerlei Nutzungen, allerdings hat es in den nächsten acht bis zehn Jahren einen erheblichen Investitionsbedarf. ES

Eddy Schambron

Zwar war der Gemeinderat in der Vergangenheit immer wieder froh um das Zentrum Roos als Schulraum-Puffer. «Allerdings ist der Preis dafür ziemlich hoch.» Auch deshalb will er das Zentrum auf anfangs 2017 verkaufen, wie die az bereits gestern publik machte. Im Zentrum Roos in Muri stehen in den nächsten vier Jahren fast zwei Millionen Franken Investitionen in Dach, Fenster und Fassade an und vier Jahre später weitere fünf Millionen in die Haustechnik an, hält der Gemeinderat in einer Mitteilung fest.

Schulraum zentral realisieren

Die Gemeinde hat die Liegenschaft 2003 für 4 Mio. Franken dem Kanton abgekauft. Zusätzlich wurden 250 000 Franken für einmalige Einrichtungs- und Inventarkosten bewilligt. «Die damals angelaufene Schulraumplanung inklusive Turnhallen für das Schulhaus Badweiher lag bei einem Investitionsvolumen von rund 16 Mio. Franken. Vor dem Kauf des Zentrums wurde diese Planung sistiert», hält der Gemeinderat fest.

In der Zwischenzeit hat das Zentrum Roos der Schule Muri als Standort für drei Realschulklassen gedient; fünf Abteilungen wären unter den heutigen Bedingungen möglich. Zusätzlich diente das Zentrum als Puffer für temporär benötigten Schulraum.

Allerdings reiche mittel- bis langfristig der Schulraum mit oder ohne Roos nicht aus. «Es müssen weitere Schulräume gebaut werden», schreibt der Gemeinderat. Dies setze eine möglichst optimale Abstimmung mit der Umgebung (Wohngebiete, Erreichbarkeit, Sportunterricht) voraus. «Die Schulraumplanung 2040 zeigt klar auf, dass neuer Schulraum zentral in der Nähe der Bahnlinie für Mittelstufenschüler benötigt wird.»

Werkhof bleibt

Der Werkhof soll bei einem Verkauf der Liegenschaft Im Roos im Eigentum der Gemeinde bleiben. Zur Zeit des Kaufs des ehemaligen Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrums war auch ein neuer Werkhof im Investitionsprogramm eingestellt, «allerdings mit einem minimalen und unrealistischen Betrag von rund 2 Mio. Franken (ab 2006 oder später)».

Der Werkhof habe am jetzigen Standort mit wenig Aufwand (neue Sektionaltore, Salzsilo) eingerichtet werden können. Die Jahresmiete für den Werkhof lag zuvor bei rund 60 000 Franken. Beim Verkauf des Zentrums Roos will die Gemeinde den Werkhof behalten. «Der Gemeinderat ist überzeugt, dass der Werkhof am richtigen Ort ist.» Er könne problemlos von der restlichen Liegenschaft gelöst und separat betrachtet werden.

Speisesaal und Aula werden jährlich etwa 70 Mal vermietet. Grossmehrheitlich wird der Speisesaal für private Anlässe gebucht. Daneben wird der Speisesaal von einzelnen Vereinen (Einheimische und Auswärtige) für Proben und andere Veranstaltungen genutzt. Die Büroräumlichkeiten sind zu einem grossen Teil durch den Aargauischen Bauernverband gemietet. Diese Verträge laufen Ende 2016 aus. Der Bauernverband ist an einer Zumietung der Aula und einem Umbau in Büroräume interessiert.