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Zamba Loca und Openeye brechen ihre Zelte ab: Geht die Freiämter Festival-Ära zu Ende?

Das Zamba Loca gibt den Platz für ein neues Festival frei.

Das Zamba Loca gibt den Platz für ein neues Festival frei.

Das Openeye in Oberlunkhofen und das Zamba Loca in Wohlen feiern gleichzeitig Jubiläum und Final – doch es gibt Hoffnung auf Nachfolge.

Noch ein letztes Mal wird auf dem Bauernhof der Familie Hagenbuch in Oberlunkhofen getanzt, noch ein letztes Mal in der Waldschneise der Familie Isler in Wohlen gejamt. Dann werden die beliebten Musikfestivals Openeye und Zamba Loca zum letzten Mal ihre Zelte abbrechen und damit eine Ära im Freiamt beenden.

Für beide Organisationskomitees war das Ende ihres Festivals es keine einfache Entscheidung. Aber für beide ist jetzt der richtige Zeitpunkt, denn sie feiern in diesem Jahr ein Jubiläum: Das Openeye sein 25. und das Zamba Loca sein 10. Geburtstag.

Grund für das Ende ist bei beiden die fehlende Nachfolge. «Wir haben kein Nachwuchs gefunden und haben deshalb immer mal wieder darüber diskutiert, das Openeye zu beenden. Definitiv beschlossen haben wir das aber erst in diesem Jahr», erklärt OK-Mitglied Michael Marti.

Die Organisatoren des Zamba Loca haben in den vergangenen drei Jahren keine Nachfolger gefunden, die das Festival in ihrem Sinne weiterführen wollten. So haben auch sie sich dazu entschieden, dass das beliebte Sommerfest in diesem Jahr zum letzten Mal ausgeführt werden soll. «Man soll es beenden, wenn es am Schönsten ist.»

Viel Zeit um zu trauern bleibt bei der gegenwärtigen Planung allerdings nicht, aber: «Es ist gut möglich, dass wir nach dem Abbau etwas wehmütig werden», gesteht Renckly.

Kleiner, neuer und selbstständig

Dass das Freiamt ab dem nächsten Jahr kein einziges Festival mehr haben soll, ist für einige gar keine Option. Es werden in Wohlen wie auch in Oberlunkhofen bereits an Ideen für neue Festivals getüftelt. «Wir wollen gerne etwas neues auf die Beine stellen», erzählt Martina Arnet.

Gemeinsam mit sechs anderen jungen Mitglieder vom Zamba Loca hat sie ein Organisationskomitee mit 15 Personen gegründet. «Wir stehen noch in den Startlöchern, aber es ist fest geplant, dass wir für den Sommer 2020 ein neues Festival auf die Beine stellen», erzählt Arnet motiviert.

Klar ist, dass ihr Projekt kleiner und vor allem selbstständig sein soll: «Wir wollen nicht einfach als kleines Zamba Loca bezeichnet werden.» Trotzdem werden einige Elemente bleiben, zum Beispiel die Live-Bands. Bei der Organisation darf das junge Team auf die Unterstützung ihrer erfahrenen Kolleginnen und Kollegen des Zamba Loca zählen. «Bei Fragen werden wir sie natürlich mit Rat und Tat unterstützen», bestätigt Renckly.

Nach 25 Jahren ist auch beim Openeye Schluss.

Nach 25 Jahren ist auch beim Openeye Schluss.

Auch in Oberlunkhofen wird es wohl nicht lange ruhig bleiben. «Einige Mitglieder des OK haben bereits über etwas Neues diskutiert. Das soll aber in anderer Form, unter anderem Namen und auch nicht mehr auf dem Hof der Familie Hagenbuch stattfinden», verrät Marti.

Fürs Finale geben sie alles

Zuerst werden nun aber die kommenden Festivals geplant. Für das grosse Finale geben beide OK-Teams noch einmal alles. «Wir dürfen noch nicht zu viel verraten, aber wir haben wieder ein schönes Line-up», so Marti.

Auch das Programm vom Zamba Loca wird erst Ende Frühjahr veröffentlicht. Renckly kann so viel preisgeben: «Wir werden wieder auf dem Grundstück der Familie Isler feiern. In diesem Jahr allerdings in der Waldschneise neben dem Vita-Parcours. Das Essen wird – wie bereits das vergangene Mal – leider nicht von der Kulturbeiz zubereitet, aber das Konzept der Speisen behalten wir bei.» Ansonsten dürfen sich die Besucher auf einen guten Musikmix aus Elektro und Live-Bands freuen.

Das letzte Openeye findet vom 27. bis am 29. Juni statt. Das Zamba Loca wird wie gewohnt erst Ende Sommer, vom 22. bis am 25. August, veranstaltet. Einen Vorgeschmack aufs Zamba Loca bietet die Sundance-Tagesparty, die am 22. Juni in Wohlen stattfindet.

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