Open Air

Zamba Loca: Die fünfte Ausgabe des Open Airs überzeugte mit Atmosphäre

Die fünfte Ausgabe des Open Airs Zamba Loca überzeugte mit einer positiven und familiären Atmosphäre.

Vor der Hauptbühne ist das Publikum durchmischt. Es dominieren zwar Strickjäckchen und Rastafrisuren, man trifft aber auch Kindergärtler, die zusammen mit ihren Eltern einen Wochenendausflug unternehmen. Völlig selbstvergessen tanzen die Jüngsten dort zwischen partyfreudigen Jungen und jung gebliebenen Alten. Jahr für Jahr entsteht am Zamba Loca in Wohlen eine kleine Familie – wer am Festival ist, gehört automatisch dazu, wird geschätzt und respektiert.

Die Organisatoren des Festivals findet man nicht wie bei kommerziellen Festivals in einem isolierten VIP-Bereich, sondern direkt vor der Hauptbühne. Sie tragen keine Anzüge, brauchen keine PR-Berater und nehmen den ganzen Aufwand nicht auf sich, um daran Geld zu verdienen. Man merkt ihnen zwar an, dass sie in den vergangenen Tagen nicht allzu viel Schlaf hatten – gleichzeitig erkennt man aber auch auf den ersten Blick, mit wie viel Einsatz und persönlichem Engagement sie dieses Festival auf die Beine gestellt haben.

«Das Konzept des Zamba Locas hat sich während der vergangenen vier Jahre sehr bewährt. Unser primäres Ziel ist es deshalb nicht, dass das Open Air wächst, sondern, dass wir es professionalisieren können und es noch stärker zum integralen Bestandteil der Freiämter Kulturszene wird», sagt OK-Mitglied Lukas Renckly.

Internationale Headliner

Auch dieses Jahr war das Festival wieder ein voller Erfolg. Bekannte Bands wie Plëiad aus Frankreich und Die Aeronauten aus Winterthur begeisterten das Publikum und sorgten für eine ausgelassene Stimmung. «Was die Qualität der Bands angeht, können wir mit den grossen Festivals auf jeden Fall mithalten», sagt Renckly. Sein persönliches Highlight war der Auftritt von The Amplifier aus Grossbritannien: «Es ist dieses Jahr ihr einziges Konzert in Europa – wir haben sie extra eingeflogen. Sie könnten auf viel grösseren Bühnen spielen und um einiges mehr Geld verlangen, aber weil sie den Spirit unseres Festivals schätzen, haben sie eine Ausnahme gemacht.»

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