Muri

Wohnbaugenossenschaft erhält für Überbauung am Chatzenbach einen Preis

Gemeindepräsident Hampi Budmiger, Genossenschaftspräsident Christoph Käppeli, die Vorsitzende der Baukommission Marlies Laubacher, und der Präsident vom Muri Energie Forum Stefan Staubli (von links) an der Energiepreisübergabe am Chatzenbach.

Gemeindepräsident Hampi Budmiger, Genossenschaftspräsident Christoph Käppeli, die Vorsitzende der Baukommission Marlies Laubacher, und der Präsident vom Muri Energie Forum Stefan Staubli (von links) an der Energiepreisübergabe am Chatzenbach.

Am Samstag zeichnete das Muri Energieforum die Genossenschaft für Wohnkultur für ihre vorbildliche Überbauung am Chatzenbach aus.

Sei es durch die Ernährung, die Mobilität, die Kleidung oder das Wohnen. Alle Menschen kommen in ihrem Alltag auf irgendeine Art mit Energiefragen in Berührung. «Wie wir damit umgehen, das ist eine Frage des Bewusstseins», betonte Stefan Staubli, Präsident des Muri Energie Forums. Besonders was das Wohnen betreffe, sei Nachhaltigkeit heute wichtiger denn je. «Der Gebäudepark in der Schweiz ist für rund 25 Prozent der gesamten Treibhausgase verantwortlich. Dieser Wert wird nur noch vom Verkehr übertroffen», erklärt er. Wie wir wohnen, heute und auch in Zukunft, sei sehr entscheidend.

Am vergangenen Samstag konnte Staubli im Namen des Muri Energie Forums und der Gemeinde bereits zum neunten Mal den Energiepreis vergeben und damit ein Projekt würdigen, das mit Blick auf die Nachhaltigkeit im Bereich Wohnen «auf sehr vorbildliche Weise sehr ressourcenschonend realisiert wurde». Der mit 2000 Franken dotierte Preis ging in diesem Jahr an die Genossenschaft für Wohnkultur in Muri.

Nachhaltige Materialien aus der Nähe

Mit ihrem Projekt, der Wohnüberbauung am Chatzenbach in Muri, hat die Genossenschaft neun Häuser mit insgesamt 17 Eigentums- und 37 Genossenschaftswohnungen geschaffen. Gebaut wurde nach den Anforderungen des Labels Standard für nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS).

Dieses Label setzt nicht nur auf nachhaltige Materialien, sondern schreibt auch vor, dass deren Lieferanten möglichst aus der Nähe stammen müssen. Das Gleiche gilt auch für die Handwerkerinnen und Handwerker.

Nachhaltigkeit kommt bei der Überbauung bei den Gebäuden am Wiliweg beispielsweise durch die Holzfassade zum Ausdruck. «Im ersten Moment ist eine solche zwar teurer, doch auf 40 Jahre gerechnet ist eine Holzfassade viel günstiger als beispielsweise eine mit Verputz», erklärte Marlies Laubacher, Vorsitzende der Baukommission. So können also die Lebenszykluskosten minimiert werden. Ausserdem sei der CO2-Ausstoss von Holz, verglichen mit dem von Stahl oder Aluminium, um ein vielfaches kleiner.

Sie haben viel mehr als nur Energievorschriften erfüllt

Wieso aber hat sich die Genossenschaft zwischen allen Labels, die auf eine nachhaltige Bau- weise setzten, für das SNBS entschieden? «Wir wollten mehr machen, als Energievorschriften zu erfüllen. Und wir wollten neben Energiefragen auch gesellschaftliche Themen ansprechen», erklärte Laubacher. Genau für das stehe das SNBS.

So verfügt die Überbauung unter anderem über einen Stützpunkt der Spitex und ermöglicht damit ein altersdurchmischtes Wohnen. Das sei auch ein Anliegen der Pflegi Muri gewesen, die der Genossenschaft das Land mit Baurecht auf 100 Jahre abgab. Ausserdem gibt es einen Gemeinschaftsraum und einen Aussenraum, der an einen Erholungspark erinnert und für Artenvielfalt sorgen soll.

Die vorbildliche Umsetzung des Bauprojektes begeisterte nicht nur die Jury des Muri Energie Forums. Die Wohnüberbauung am Chatzenbach wurde auch vom SNBS mit dem Goldstandard ausgezeichnet. «Wir können den Bau mit gutem Gewissen ansehen», sagte Christoph Käppeli, Präsident der Genossenschaft. Er konnte bei der Preisverleihung stolz verkünden, dass heute alle Wohnungen verkauft oder vermietet sind.

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