Wohlen
Wohlerin will mit Dance-Track den Sprung nach Malmö schaffen

Mariella Farré aus Wohlen bewirbt sich mit einem Dance-Track für den Eurovision Song Contest. Dort wäre sie ein bekanntes Gesicht. Bereits 1983 und 1985 war sie dabei, nun will sie es noch einmal versuchen.

Andrea Marthaler
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Mariella Farré will die Schweiz am Eurovision Song Contest vertreten. zvg

Mariella Farré will die Schweiz am Eurovision Song Contest vertreten. zvg

Mit ihrem neuen Song «One of a kind» will es Mariella Farré nochmals wissen. Sie hat sich für die Schweizer Vorauswahl zum Eurovision Song Contest beworben. Mit dem Dance-Track glaubt sie, den Nerv der Zeit zu treffen. «Es ist ein energievolles Stück und passt total zu mir», sagt sie. Dieser Musikstil werde in der Schweiz erst so richtig bekannt. Weil ihr das Lied gut gefallen habe, das ihr von einem schwedischen Produzenten für den Contest angeboten wurde, entschloss sie sich spontan, an der Ausscheidung mitzumachen.

Geplant hatte sie dies ursprünglich nicht. Innert vier Tagen habe sie deshalb den Song lernen müssen, die Anmeldung gemacht und das Lied eingespielt. «Mein Ziel ist es nun, in die Entscheidungs-Sendung zu kommen. Das ist das Allerwichtigste, denn dann wird man wahrgenommen», so Farré. Und: «Wenn das Lied den Leuten gefällt, sollen sie mich nach Schweden schicken.»

Die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2013 wäre für sie bereits die Dritte: 1983 schaffte sie es mit der Ballade «Io cosi non ci sto» auf den 15. Rang, 1985 mit dem Chanson «Piano, Piano» auf den 12. Rang. Bereits 1979 war sie in der Schweizer Vorauswahl. Auch vor zwei Jahren hatte sie einen Song eingereicht, allerdings erfolglos. «Vielleicht bringt mir die Zahl Fünf nun nochmals Glück», hofft Farré.

Langjährige Erfahrung

An ihre beiden Teilnahmen am Wettbewerb hat sie nur positive Erinnerungen: «Dieser internationale Anlass ist wahnsinnig gut organisiert.» Zudem sei es hinter der Bühne mindestens ebenso schön wie der Auftritt selber. «Es ergeben sich spannende Kontakte.» Deswegen würde sie gerne nochmals die Möglichkeit bekommen, dort aufzutreten.

Doch wäre es nicht auch an der Zeit, das Feld für neue Talente zu räumen? «Ich habe diesbezüglich ein ganz böses Mail bekommen», so Farré, «ich dagegen bin der Meinung, dass ich jetzt die dafür nötige Erfahrung und Professionalität habe.» Das habe ihr zum Beispiel bei Anna Rossinelli gefehlt. Mariella Farré singt seit ihrer Kindheit. Zudem hat sie Bühnenerfahrung als Tänzerin. In Wohlen und Brugg betreibt sie eine Tanzschule. Farré betont aber, dass die Konkurrenz gross sei. «Von den Kandidatinnen
gefallen mir zehn sehr gut. Bei den Männern habe ich nicht geschaut.»

Voten ist möglich bis zum 29. Oktober auf www.eurovisionplattform.sf.tv