Der Wohler Gemeinderat schlägt einen deutlichen Ausbau der Verwaltungsstellen vor. Mehr als 300 Stellenprozente sollen nächstes Jahr in drei Verwaltungsabteilungen geschaffen werden.

Zudem sieht der Gemeinderat im Rahmen des Gemeindebudgets 2014 eine Steuererhöhung vor. Der Steuerfuss soll von 113% um 3 Prozentpunkte auf 116% klettern.

Anderer Auffassung ist die Finanzkommission. Sie spricht sich gegen die Steuererhöhung und fürs Beibehalten des aktuellen Steuersatzes von 113% aus. Zum geplanten Ausbau der Gemeindeverwaltung nimmt die Finanzkommission nicht explizit Stellung.

Aufstockung bei Informatik/Bau

Für die Informatikabteilung beantragt der Gemeinderat eine Pensenerhöhung um 80 auf 280 Stellenprozente. Der oder die neue Angestellte soll sich per Anfang 2014 ums Netzwerk, die Systemtechnik und den Serverunterhalt kümmern.

Es sei unumgänglich, die notwendigen personellen Ressourcen bereitzustellen, damit man die Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Informatik weiterhin einwandfrei anbieten könne, hält der Gemeinderat fest.

Diese Aufstockung muss vorgängig vom Einwohnerrat bewilligt werden, genau so der vorgesehene Stellenausbau bei der Abteilung Bau, Planung und Umwelt. Zwei Ausbauschritte sind geplant.

Zum einen ein 100-Prozent-Pensum im Bereich Tiefbau per 1. Januar 2014. Zum anderen eine zeitlich befristete Vollzeitstelle ab Anfang 2014 bis maximal Ende 2017. Die befristete Stelle ist gedacht für Projekte im Zusammenhang mit der Schulraumplanung – Schulhausneubau, Anpassungen bei drei Schulzentrenen – sowie allenfalls auch fürs Projekt Badi/Eisbahn.

Aufstockung bei Sozialen Diensten

Eine zusätzliche Vollzeitstelle schlägt der Gemeinderat auch fürs Sozialamt (Soziale Dienste) vor. Dies mit der Begründung, die stetig gestiegene Zahl an Sozialhilfefällen führe zu personellen Engpässen, die nur durch Überstunden und Ferienverschiebungen zu bewältigen seien. Ein zusätzliches 100-Prozent-Pensum auf Anfang 2014 verkleinere externe Kosten und wirke somit auch kostendämpfend.

Im Weiteren beantragt der Gemeinderat ein zusätzliches 50-Prozent-Pensum für die SVA-Zweigstelle des Kantons Aargau (SVA = Sozialversicherungsanstalt); die Zweigstelle ist den Sozialen Diensten im Gemeindehaus Wohlen angegliedert.

Kosten: 350 000 bis 450 000 Fr.

Alles in allem sind auf Dauer 330 zusätzliche Stellenprozente vorgesehen. Die Personalkosten dafür bewegen sich in der Grössenordnung von ca. 350 000 Franken jährlich. Weitere rund 100 000 Franken im Jahr kostet die befristete Stelle bei der Abteilung Bau und Planung. Über die Aufstockungen befindet der Einwohnerrat.