Wohlen

Wohler Stadtmusikanten oder wenn es den Alten und Jungen «stinkt»

Regisseurin Heidi Schild (links) kann auf eine engagierte Gruppe von Schauspielerinnen und Schauspielern zählen. BA

Regisseurin Heidi Schild (links) kann auf eine engagierte Gruppe von Schauspielerinnen und Schauspielern zählen. BA

Zwei Generationen begegnen sich im Wohn- und Pflegezentrum Bifang im Märchen «Die Wohler Stadtmusikanten». Das Schauspiel wird am Donnerstag, 19. November, und Freitag, 20. November um 19.30 Uhr öffentlich aufgeführt.

Zwei Generationen begegnen sich im Wohn- und Pflegezentrum Bifang im Märchen «Die Wohler Stadtmusikanten». Die pensionierte Kindergärtnerin Heidi Schild hat das Stück nicht nur selber geschrieben. Sie führt wiederum auch die Regie. In zwei öffentlichen Aufführungen am Donnerstag, 19. November, und Freitag, 20. November, 19.30 Uhr, zeigen die Schauspielerinnen und Schauspieler dem Publikum, was sie in den letzten Wochen erarbeitet haben.

«Das kommt gut», sagt Heidi Schild mehr als einmal an einer Probe. Sie versteht es, ihre Schauspielertruppe bei der Stange zu halten und sie aufzumuntern. Heidi Schild ist im Bifang eine bekannte und beliebte Figur. Sieben Theaterstücke, die alle im Heim aufgeführt wurden, hat sie in den letzten Jahren geschrieben. Für das achte holte sie sich die Inspiration bei den Gebrüdern Grimm. Sie bearbeitete das Märchen «Die Bremer Stadtmusikanten». Sie sah in der Psychiatrischen Klinik das Märchen unter dem neuen Titel «Die Basler Stadtmusikanten». Die Aufführung habe ihr so gut gefallen, dass sie sich sogleich an die Arbeit machte und für das Bifang eine neue Fassung schrieb.

Lust, auszubrechen

Am Grimm-Märchen hat Heidi Schild die ewig aktuelle Thematik fasziniert: Esel, Hund, Katze und Güggel fliehen bei den Gebrüdern noch vor dem Schicksal, geschlachtet zu werden. Den jungen und erwachsenen Darstellerinnen und Darstellern in der Produktion für das Bifang «stinkt» ganz einfach der öde Alltag. Sie wollen ausbrechen, und das gelingt ihnen auf ihrer abenteuerlichen Flucht.

Alle haben ihr Bürdlein zu tragen: die Heimbewohnerinnen Margrit Brunner, Margrit Christener und Rösli Strebel und – als Gast – die bekannte Laienschauspielerin Vreni Stäger aus Villmergen genau so wie die drei Schülerinnen Jil Bühler, Noa Bühler und Élodie Parvex und die beiden Schüler Lukas Güntert und Joel Parvex. Den Alten ist das Heim zu eng geworden. «Und dann noch meine Schwiegertochter – herrjeh!», klagt eine Bewohnerin. Die Jungen fühlen sich von den Lehrern und den Eltern nicht verstanden. Also, nichts wie weg!

Filmsequenz eingebaut

Die Flucht läuft nicht etwa auf der Bühne ab, sondern auf der Filmleinwand. Mit der Hilfe von Othmar Stöckli aus Boswil wurde die Filmsequenz im Hilfiker Wald gedreht. Der Einspieler verleiht Heidi Schilds Theaterstück eine besondere Spannung. Denn im Hilfiker Wald kommt es zur schicksalhaften Begegnung in einer Hütte mit dem Räuber Finsterlein – in einer Waldhütte, die Beat Bättig, beliebter Hauswart im Bifang, aufgebaut hat. Finsterlein will die Alten und die Jungen erpressen. Doch geht der Schuss für ihn nach hinten los. Ende gut, alles gut. Die Musik zum Stück steuerte Adrian Heimgartner, früher Musiklehrer an der Bezirksschule Wohlen, bei.

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