Der Schüwo-Park in Wohlen wurde mit einem grandiosen Fest und einem Wochenende voll attraktivem Programm offiziell eröffnet. «Hier steht ein Generationenprojekt», fasste Geschäftsführer Christian Meier zusammen. Gemeindeammann Arsène Perroud unterstrich: «Diese Sportstätte hat für die ganze Region eine wichtige Bedeutung.» Als «einzigartig für den Kanton Aargau» stufte Landammann Alex Hürzeler den Schüwo-Park in Wohlen ein. Die Sportarten Schwimmen, Eishockey, Beachvolley und -soccer, Skaten, Minigolf und Pétanque können im gleichen Sportpark ausgeübt werden.

So kompakt so viele Sportarten vereint, das gibt es sonst nirgends im Aargau. Für Hürzeler ist klar: «Der Schüwo-Park wird als einzigartiger Anziehungspunkt ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Region.» In Wohlen stehe jetzt eine von nur fünf Eishallen im ganzen Kanton Aargau. «Wir sind froh, dass es wenigstens fünf gibt, wo die Eissportler gute Bedingungen vorfinden.» Beeindruckt zeigte sich der Landammann vom Rückhalt dieser Sportarena in der Bevölkerung. «Sie hat trotz hohen Investitionen Ja zu diesem Projekt gesagt.» Es gäbe im Kanton Gemeinden, die sich eine Scheibe davon abschneiden könnten, meinte er und dachte dabei besonders an eine, «die ganz am Anfang des Alphabets steht».

Neue Orientierung

Einiges ist bei der Sportarena beim Alten geblieben, etwa die Pilze in der Badi. Trotzdem müsse man sich neu orientieren, machte Gemeindeammann Arsène Perroud klar. Eingänge sind nicht mehr dort, wo sie waren, beliebte Plätze wurden verschoben. Aber die neue Orientierung «in diesem kantonal gesehen sportlichen Leuchtturm» falle zum Glück sehr leicht. Er dankte nicht nur dem Kanton für die finanzielle Unterstützung bei der Realisierung des rund 25 Millionen Franken teuren Projekts, sondern auch den sich finanziell beteiligenden umliegenden Gemeinden, der Dreifuss-Stiftung und seinem Vorgänger Walter Dubler, der spontan einen Applaus erhielt. Der politische Weg sei lang gewesen, es habe viele Anpassungen, Projektkredite und schliesslich das Ja der Stimmberechtigten gebraucht. «Sie haben mit der Zustimmung zum Park auch Ja gesagt zu einer attraktiven Gemeinde, die ihre Verantwortung als Zentrumsgemeinde mit einer vielseitigen Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wahrnimmt». Der Baukommission unter Paul Huwiler dankte er für die grosse Arbeit mit einem Präsent.

Im Zeitraffer liess Patrick Amstutz, Verwaltungsratspräsident der Sportpark Bünzmatt AG, die baulichen Tätigkeiten über die Leinwand gleiten. «Früher hatten wir ein Sammelsurium von Betreibern.» Das Schwimmbad sei von der Gemeindeverwaltung betrieben worden, die Eisbahn von einer Genossenschaft, die Minigolfanlage vom Minigolf-Club und die beiden Restaurants von zwei verschiedenen Pächtern. «Das wollte man nicht mehr». Heute wird das Verhältnis zwischen der Gemeinde und der AG mit einer Leistungsvereinbarung geregelt. Amstutz strich die Vorzüge der Sportarena hervor, unter anderem die neue 96 Meter lange Edelstahl-Rutschbahn in der Badi. Im kommenden Jahr wird es auch eine Badi-Bibliothek geben und eine Begegnungszone. Die Eishalle ist neue Heimat von vier Vereinen. Die Beachsport-Anlage kann sowohl als Beach-Soccer- als auch als Beachvolleyball-Feld genutzt werden. Der Beach-Soccer Club Muri ist der erste Verein, der diese Anlage regelmässig nutzt. Amstutz dankte allen Sponsoren und besonders für das grosszügige Engagement durch die Schüwo Wohlen.