Wohlen

Wohler Pfarrer sagt: Jeder muss im Leben einmal etwas Verrücktes machen

Pfarrer Johannes Siebenmann und Yulia Miloslavskaya freuen sich, dass sie ihr Publikum im Bifang überraschen können. BA

Pfarrer Johannes Siebenmann und Yulia Miloslavskaya freuen sich, dass sie ihr Publikum im Bifang überraschen können. BA

Für Pfarrer Johannes Siebenmann ist klar: Im Leben muss man einmal «etwas Verrücktes» machen. Deshalb packte er an der Weihnachtsfeier im Bifang sein Saxofon aus.

Pfarrer Johannes Siebenmann unterhielt die Gäste im Bifang zusammen mit der hochdekorierten Pianistin Yulia Miloslavskaya mit populären amerikanischen Weihnachtsliedern aufs Beste. Der Bifang-Vereinspräsidentin Marianne Piffaretti versagte fast die Stimme: «Ich habe gar nicht gewusst, dass wir einen solch musikalischen Pfarrer haben.»

Gutes Jahr im Bifang

Das Bifang habe ein gutes Jahr hinter sich, so die Präsidentin. Im Heim herrsche ein guter Geist. Das sei vor allem auch dem Leiterehepaar Trudi und Robert Werder und den vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken.

Als sie im Ortsbus ins Bifang gefahren sei, habe die Schlagzeile auf dem Bildschirm im Bus die Runde gemacht, dass auf der Welt 45 Millionen Menschen auf der Flucht seien. «Das hat mich aufgeschreckt. Wie gut geht es uns doch im Bifang, habe ich dabei gedacht.»

Als Saxofonist fühlte sich Johannes Siebenmann in seinem Element, trug ihn doch seine Begleiterin Yulia Miloslavskaya wie auf Engelsflügeln. «Wenn ich pensioniert bin und hier bei euch im Bifang lebe, kann ich sagen: Einmal habe ich zusammen mit Yulia Miloslavskaya gespielt», sagte der kunstbeflissene Pfarrer.

Die Pianistin versetzte das Publikum in der Tat in eine andächtige Stimmung. Nachdem die letzten Töne eines Nocturnes von Chopin verklungen waren, war es einen langen Moment mäuschenstill im Saal. «So still sollte es an Weihnachten sein. Denn dann müssen wir Menschen nicht zum Himmel schweben. Er kommt zu uns herab», erklärte Siebenmann.

Viel Beifall erntete an dieser ungewöhnlichen Weihnachtsfeier auch der von Ruth Dettwyler geleitete Bifang-Chor, der wieder einmal das Lied «Das isch de Stärn vo Bethlehem» aus der «Zäller Wiehnacht» des unsterblichen Komponisten Paul Burkhard vortrug.

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