Wohlen
Wohler Kinder mit sportlichen Höchstleistungen in den Ferien

An der Abschlussshow des Kinder-Camps in Wohlen beeindruckten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Eltern mit ihrer sportlichen Vielseitigkeit. Organisator Andreas Wølner-Hanssen ist mit der Woche zufrieden.

Patrick Züst
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Kinder-Camp in Wohlen
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Kinder-Camp in Wohlen Taekwondo: Kampfsportlehrer Patrick Kuhfuss zeigt den Teilnehmern wie es geht.
Kinder-Camp in Wohlen Durch das gemeinsame Kampfsporttraining soll das Selbstvertrauen der Schüler gestärkt werden.
Kinder-Camp in Wohlen Die Pyramide klappt nur wenn alle am gleichen Strick ziehen.
Kinder-Camp in Wohlen Teamgeist und Koordination werden auf verschiedenste Wege gefördert.
Kinder-Camp in Wohlen Sicherheit wird bei den Sprüngen vom Trampolin gross geschrieben.
Kinder-Camp in Wohlen Mit Hilfe des Betreuers klappt auch der Salto.
Kinder-Camp in Wohlen Andreas Wølner-Hanssen zeigt den Teilnehmer des Jugendsportcamps, worauf sie bei der Vorführung besonders Acht geben müssen.

Kinder-Camp in Wohlen

Aargauer Zeitung

Die Stimmung in der Bünzmatt-Turnahlle Wohlen war sichtlich angespannt. Zum letzten Mal erklärte Betreuer Andreas Wølner-Hanssen, was bei der anschliessenden Show besonders beachtet werden musste. Die vierunddreissig Teilnehmer des Kinder-Camps zwischen sieben und zwölf Jahren lauschten gespannt, denn bei der Abschlussshow am Freitagnachmittag vor den Eltern sollte nichts schief gehen.

Bereits zu dritten Mal wurde vergangene Woche ein Kinder-Camp in Wohlen durchgeführt. Das Projekt, das Kindern auch während der Schulferien die Möglichkeit zu sportlichen Aktivitäten bietet, wurde 2007 von Wølner-Hanssen ins Leben gerufen.

«Mein Ziel war es, auch jüngere Kinder zur Bewegung zu animieren. Aufgrund der positiven Rückmeldungen, die wir auf das erste Camp in Basel erhielten, haben wir uns dazu entschlossen, das erfolgreiche Konzept auch auf andere Standorte zu übertragen», sagt der Dozent für Bewegungskünste an der Uni Basel. Seither hat die Anzahl der Camps stetig zugenommen. Die insgesamt fünfzig Camps, welche dieses Jahr in der ganzen Schweiz durchgeführt wurden, zeugen von der grossen Nachfrage.

Vielfältigkeit stand im Zentrum

«Ich fand es toll, dass man ganz verschiedene Dinge ausprobieren konnte», sagt die Schülerin Noëlle Rey, welche gemeinsam mit ihren beiden Schwestern am Kinder-Camp teilnahm. Die Vielfältigkeit ist ein sehr wichtiger Aspekt des Camps. «Den Kids wird sehr viel Abwechslung geboten, denn durch verschiedene Sportarten lassen sich auch verschiedene Trainingsformen einsetzen», sagt Wølner-Hanssen zu seinem Konzept.

Während beim Fussball- und Unihockey vor allem die Förderung des Teamgeistes im Vordergrund stand, konnten die Teilnehmer beim Jonglieren ihre Koordination verbessern. «Es ist uns sehr wichtig, den Kindern über den Sport auch soziale Aspekte zu vermitteln. So stehen beispielsweise bei der Akrobatik die Kooperation und das gegenseitige Vertrauen im Vordergrund.»

Das Highlight Taekwondo

Für viele Kinder war die Einführung in die Kampfsportart Taekwondo ein Highlight der Woche. Black Belt Meister Patrick Kuhfuss war begeistert vom Elan der Kinder: «Es ist unglaublich, mit wie viel Motivation die Schüler an die neue Herausforderung herangingen. Ich bin überzeugt, dass sie in der kurzen Zeit sehr viel profitieren konnten.»

Über den koreanischen Kampfsport versuchten die Organisatoren, den Kindern mehr Selbstvertrauen zu geben und sie in eine neue Gedankenwelt einzuführen. Auch die anwesenden Eltern waren von den schnellen, ritualisierten Bewegungen sichtlich beeindruckt.

Organisator Wølner-Hanssen ist mit der Woche äusserst zufrieden.

Neben der Verpflegung lobt er vor allem die vorhandene Infrastruktur: «Dank den gut ausgestatteten Räumlichkeiten wurden wir in unserem Programm nicht eingeschränkt und konnten uns voll auf die sportlichen Aktivitäten konzentrieren.» Auch den Kindern gefiel die Sportwoche sehr. Voller Freude erzählen sie ihren Eltern nach der gelungenen Abschlussshow von den neuen Leidenschaften, die sie für sich entdeckt hatten. Viele von ihnen wollen auch nächstes Jahr wieder am Camp teilnehmen.