Kapo

Wohler Einwohnerrat sorgt sich um polizeiliche Versorgung

Wird geschlossen: Posten der Kantonspolizei in Wohlen. Toni Widmer

Wird geschlossen: Posten der Kantonspolizei in Wohlen. Toni Widmer

Der vom Regierungsrat getroffene Standortentscheid Muri für den einzigen noch verbleibenden Posten der Kantonspolizei im Freiamt sei für Wohlen mit Nachteilen verbunden, findet Einwohnerrat Werner Dörig und stellt dem Gemeinderat entsprechende Fragen.

«Nach dem regierungsrätlichen Entscheid, wonach der künftige Standort der Kantonspolizei im Freiamt in Muri und nicht in Wohlen sein wird, hat sich die Gemeinde erstmals seit Jahrzehnten ohne einen kantonalen Polizeiposten zu arrangieren», hält der Wohler Einwohnerrat Werner Dörig (FDP) in seiner Anfrage an den Gemeinderat fest.

Der vom Regierungsrat getroffene Standortentscheid Muri für den einzigen noch verbleibenden Posten der Kantonspolizei im Freiamt sei für Wohlen mit Nachteilen verbunden: «Die Regionalpolizei gerät verstärkt in den Fokus der lokalen Sicherheit. Insbesondere auch dann, wenn sie dereinst das Gemeindehaus verlassen muss, um allenfalls in Richtung Zentrum einen neuen Standort zu beziehen», hält Dörig fest.

Die stationären Kräfte der Kantonspolizei befänden sich inskünftig in Muri. In der Folge sei davon auszugehen, dass die Regionalpolizei vermehrt Erstinterventionen zu leisten habe. Sie werde zudem zum alleinigen Ansprechpartner für eine Gemeinde mit über 15'000 Einwohnern. Das duale Polizeisystem von Kapo und Repol im Aargau sei, praxisbedingt und wie es sich nun in Wohlen zeige, ein Auslaufmodell.

Werden die Kosten höher?

Dörig befürchtet offenbar höhere Kosten. Deshalb fragt er den Gemeinderat: «Wie stellt der Gemeinderat sicher, dass die im Polizeidekret definierten Aufgaben der Regionalpolizei relevant bleiben und die Regionalpolizei als Dienstleister der Gemeinde Wohlen nach dem Auszug der Kantonspolizei nicht Aufgaben der Kantonspolizei zulasten der Gemeinde beziehungsweise der Steuerzahler übernehmen wird?»

Aargauer Kantonspolizei schliesst 4 weitere Standorte

Aargauer Kantonspolizei schliesst 4 weitere Standorte

Damit mehr Polizeikräfte mobile Patrouillen generieren können, muss die Anzahl Standorte weiter reduziert werden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1