Nachdem der Mann die Tat seiner heute 27-jährigen Ehefrau überlebt hat, quält er sie im Verlaufe der Ehe immer wieder. Ausserdem ist er arbeitsscheu, lebt mehrheitlich vom Lohn seiner arbeitenden Frau. Er schlägt sie mehrmals, droht ihr, sie und ihre Familie umzubringen, würde sie sich von ihm trennen.

Heute wurde die Frau verurteilt: Antrag der Staatsanwaltschaft: fünf Jahre Freiheitsstrafe wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und schwerer Körperverletzung. Doch laut Gerichtspräsident Peter Turnherr war die Tat der Ehefrau kein versuchter Totschlag. Sie erhält drei Jahre Freiheitsstrafe, davon sind zweieinhalb Jahre bedingt. Damit muss die Frau sechs Monate in Haft verbringen, wovon sie bereits zweieinhalb Monaten in Untersuchungshaft abgesessen hat. (ba/sha)