Ausscheidungsturnier
Wohler Donnschtig-Jass-Equipe tritt mit Schweizer Meister an: «Wir schlagen die Klingnauer»

Eine starke Wohler Donnschtig-Jass-Equipe will beim Duell im Juli das Klingnauer Team übertrumpfen. Falls das gelingt, wird die Sendung doch nicht vom Kirchplatz aus übertragen - aus finanziellen und verkehrstechnischen Gründen.

Jörg Baumann
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Die Wohler Jassequipe mit Roger Hefti, Julie-Pearl Meyer, Cécile Keller, Daniel Huwiler und Werner Donat (von links). Jörg Baumann

Die Wohler Jassequipe mit Roger Hefti, Julie-Pearl Meyer, Cécile Keller, Daniel Huwiler und Werner Donat (von links). Jörg Baumann

Jörg Baumann

Die Wohler Donnschtig-Jass-Equipe ist bereit für den Kampf gegen die Mitkonkurrenten aus Klingnau. Der Jasskönig und Telefonjasser heisst Roger Hefti und war 2015 Schweizer Meister im Differenzlerjass in der offenen Ansage. Er erzielte am dorfinternen Qualifikationsturnier in den 16 Spielrunden hervorragende 54 Differenzpunkte. Dicht hinter Hefti liegt Daniel Huwiler mit 65 Punkten. Er wird im Wallis am Tisch gegen Klingnau antreten.

Nachwuchsprobleme bestehen

Ersatzspieler ist mit ebenfalls 65 Punkten Werner Donat. Mit 119 Punkten wurde Cécile Keller Jasskönigin. Die blutjunge Julie-Pearl Meyer hielt sich mit 179 Punkten in der Kategorie Jugendliche im Rennen. Allerdings war sie am Qualifikationsturnier die einzige Jasserin in ihrer Altersgruppe. Bei den Jassern bestehe ein Nachwuchsproblem, bestätigte der SRF-Jassexperte Daniel Müller. Dieser rief den 40 Jasserinnen und Jassern die Spielregeln in Erinnerung. «Offenbar sind wir in einer jassverrückten Gegend», meinte er schmunzelnd. Die Plätze wurden den Jasserinnen und Jassern immer wieder neu zugelost. Man konnte sich also die Gegnerinnen und Gegner nicht selber aussuchen – auch ein Gebot der Fairness.

Gemeinderat und OK-Präsident Ruedi Donat sprühte vor Optimismus: «Die Wohler schlagen die Mannschaft aus Klingnau», erklärte er im Brustton der Überzeugung. Daniel Müller schärfte den 40 Schreiberinnen und Schreibern an den Tischen ein, die Resultate besonders sorgfältig zu prüfen. Einer der Schreiber, Fritz Isler-Staub, liess sich das nicht zweimal sagen. Sein oberster Chef Bernhard Dreifuss habe seinerzeit, als Isler in der Cellpack AG Kadermitarbeiter war, oft den Spruch fallen lassen: «Wenn einer auch nur Strassenwischer in New York werden will, dann muss er der beste Strassenwischer sein. Zweiter zu werden genügt nicht», verriet Isler dem az-Berichterstatter.

Am 20. Juli live aus Wohlen

Die Wohler Equipe tritt am 13. Juli in Raron oder Simplon Dorf gegen Klingnau an. Spielen die Freiämter die besseren Karten und machen sie die wenigsten Punkte, wird der Donnschtig-Jass am 20. Juli am Fernsehen live aus Wohlen übertragen. Geplant war, vom Kirchenplatz aus zu senden. Das ist jetzt aus verkehrstechnischen und finanziellen Grünen nicht möglich. Gesendet werden soll jetzt, sofern sich die Wohler Jasser im Wallis auch tatsächlich qualifizieren können, vom Merkur-Areal.

Falls Wohlen oder Klingnau am 13. Juli verlieren sollten, winkt den beiden Mannschaften eine zweite Chance. Am 17. August treten die beiden zwei der sechs Verlierergemeinden gegeneinander an. Der Sieger wird Gastgeber der ersten Donnschtig-Jass-Sendung im nächsten Jahr.