Kommentar

Wohler Budget: FDP als Zünglein an der Waage

Gemeindeammann Arsène Perroud und Finanzministerin Ariane Gregor bei der Budget-Präsentation am 13. September 2018.

Gemeindeammann Arsène Perroud und Finanzministerin Ariane Gregor bei der Budget-Präsentation am 13. September 2018.

Das Wohler Stimmvolk hat das Budget 2019 mit einer Steuererhöhung von 5 % mit 2374 zu 1645 Stimmen abgelehnt. Der Kommentar.

Das Wohler Budget mit der Steuerfusserhöhung auf 115 Prozent ist abgelehnt. Einen zweiten Anlauf wird es dafür nicht geben, es sei denn, der Gemeinderat spekuliert damit, dass es nach einer erneuten Ablehnung der Regierungsrat richten wird.

Diesen Weg könnte der Gemeinderat zwar gehen, und es ist angesichts der Wohler Finanzlage auch keineswegs ausgeschlossen, dass er damit Erfolg hätte. Doch würde er auf diese Weise wohl zu viel Geschirr zerschlagen und Vertrauen verlieren.

Was man dem Gemeinderat jetzt raten muss, ist, die FDP ins Boot zu holen. Das hätte er schon im Vorfeld der nun verlorenen Abstimmung machen können, wenn er strategisch etwas klüger agiert hätte.

Die FDP signalisiert erneut, dass man, beziehungsweise der Gemeinderat, mit ihr reden kann. Mit einem Steuerfuss von 113 Prozent würde die Behörde ihr angestrebtes Ziel zwar nicht ganz erreichen, aber immerhin einen Teilerfolg erringen. Die FDP könnte dabei das Zünglein an der Waage spielen, wenn der Gemeinderat richtig agiert und bereit ist, den guten Kompromiss zu finden.

toni.widmer@chmedia.ch

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Autor

Toni Widmer

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