Wohlen/Oftringen
Rentnerin übergibt falschem Polizisten ihren gesamten Schmuck

«Falsche Polizisten» oder ähnliche Betrüger sind nach wie vor sehr aktiv. Eine Rentnerin übergab in Wohlen einer unbekannten Person Schmuck. In Oftringen wurde eine Bankkarte übergeben. Der mutmassliche Kurier im Fall Oftringen konnte angehalten werden. Die Kantonspolizei Aargau mahnt zur Vorsicht.

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Eine 69-jährige Rentnerin aus Wohlen meldete sich am Montag bei der Polizei. Sie habe einer unbekannten Person Schmuck im Wert von mehreren tausend Franken übergeben. Wie die Kantonspolizei Aargau mitteilt, habe sich herausgestellt, dass sich im Laufe des Nachmittags ein Herr bei ihr gemeldet habe. Unter Vortäuschung einer bevorstehenden Gefahr habe er die Rentnerin dazu bewegen können, ihren gesamten Schmuck bereit zu legen.

Als die Geschädigte den Anrufer verifizieren wollte, wurde ihre Verbindung nicht unterbrochen und sie hatte, nachdem sie die Notrufnummer 117 wählte, den selben Mann am Telefon wie zuvor. Daher ging sie davon aus, dass es sich bei dieser Person tatsächlich um einen Polizisten handelte. Daraufhin übergab sie kurz vor 19 Uhr einer unbekannten Person ihren gesamten Schmuck.

In Oftringen konnte in einem anderen Fall nach einem Hinweis ein möglicher Kurier festgenommen werden. Der 30-jährige Türke hatte zuvor bei einem 61-jährigen Schweizer eine Bankkarte abgeholt.

«Falscher Polizist» am Telefon: Wie verhalte ich mich richtig?

Das Phänomen «Falscher Polizist» sowie ähnliche Maschen sind längst bekannt. Dennoch, so schreibt die Kapo Aargau, gehe die Täterschaft immer perfider vor. Um sich und andere vor Telefonbetrügern zu schützen, rät die Polizei daher folgendes:

  • Seien Sie misstrauisch, stellen Sie Kontrollfragen.
  • Wenn Sie jemand am Telefon unter Druck setzt, legen Sie den Hörer auf.
  • Gehen Sie am Telefon nie auf eine Geldforderung ein - geben Sie keine persönlichen Daten bekannt.
  • Halten Sie Rücksprache mit Personen aus Ihrem persönlichen Umfeld.
  • Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an eine Ihnen unbekannte Person.
  • Fragen Sie über die Notrufnummer 117 nach, ob es diesen Polizisten tatsächlich gibt ABER unterbrechen Sie vorgängig die Leitung bzw. legen Sie den Hörer komplett auf.

Die Polizei ruft in diesem Zusammenhang auch die jüngere Generation dazu auf, alle Seniorinnen und Senioren im persönlichen Umfeld über diese Betrugsmasche zu informieren. Ältere Mitmenschen sollten solche Anrufe sofort beenden und die Polizei informieren. (phh)

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Kantonspolizei Aargau