Wohlen/Hausen
Die Repol Muri bekommt neue Uniformen – was nun mit den alten geschieht

Menschen mit einer Beeinträchtigung dürfen die alten Polizeiuniformen aus Muri zerschneiden und neu gestalten. Warum sogar Babys etwas davon haben.

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Was mit den Polizeiuniformen aus Muri geschieht.

Tele M1

(cri) Bei der Stiftung Integra in Wohlen werden fleissig Polizeiuniformen zerschnitten. Die Freude steht den Mitarbeitenden ins Gesicht geschrieben.

Der Auftrag kommt von der Regionalpolizei in Muri. Diese wird nämlich demnächst mit neuen Uniformen ausgestattet und hat sich deshalb überlegt, was sie mit den alten noch tun könnte. Sie werden zerschnitten und neu zusammengenäht. So entstanden zum Beispiel Strampel-Anzüge für Babys oder Taschen für die «Nuggis». Der Polizei war es dabei wichtig, dass Gegenstände genäht werden, die dann auch wirklich gebraucht werden können.

Arbeiten sollen wenn möglich selbstständig erledigt werden

Nicht nur in Wohlen, sondern auch in Hausen bei der Stiftung Domino wird mitgeholfen, die Polizeiuniformen neu zu gestalten. Ein Mitarbeiter erklärt seine Arbeit: «Hier schneide ich einen grossen ‹Blätz› weg. Am Schluss gibt es eine Art Etui.»

Die Arbeit ist nicht einfach, besonders deshalb nicht, weil Menschen mit einer Beeinträchtigung mithelfen. Irene Rey, Leiterin des Werkateliers bei der Stiftung Domino, erklärt: «Das Wichtigste ist wirklich, dass man die Arbeitsschritte so gestaltet, dass unsere Mitarbeitenden diese so selbstständig wie möglich erledigen können.»

Die Gadgets, die entstehen, kauft die Polizei schlussendlich wieder ein und verschenkt sie weiter. Das kann an Gewerbeausstellungen sein oder auch, wenn ein Schüler die Veloprüfung besteht.