Wohnen
Wohlen will Platz für 140 neue Wohnungen schaffen

Der Einwohnerrat Wohlen hat knapp 2,5 Hektaren neues Bauland eingezont. Der Gestaltungsplan für das neu eingezonte Baugebiet an der Farnbühlstrasse liegt öffentlich auf.

Toni Widmer
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Das Modell zeigt eine mögliche Gestaltung auf. Der lange Baukörper entlang der Bahnlinie dient als Lärmschutz.

Das Modell zeigt eine mögliche Gestaltung auf. Der lange Baukörper entlang der Bahnlinie dient als Lärmschutz.

Zur Verfügung gestellt

Die Gemeinde Wohlen legt ein zügiges Tempo vor: An der Sitzung vom 4. November hat der Einwohnerrat – unter anderem – knapp 2,5 Hektaren neues Bauland an der Unteren Farnbühlstrasse eingezont. Zugeteilt worden ist das Land, welches sich aufgrund seiner zentrumsnahen und verkehrsmässig gut erschlossenen Lage für eine Wohnüberbauung bestens eignet, der Wohn- und Gewerbezone (WG3). Diese erlaubt bis 3-geschossige Bauten, unterliegt jedoch der Gestaltungsplanpflicht.

Einen solchen Gestaltungsplan hat die SBB Immobilien AG, der das Grundstück gehört, jetzt in Zusammenarbeit mit den kommunalen und kantonalen Behörden erarbeiten lassen. Er liegt bis am 5. Juli im Gemeindehaus öffentlich auf. Im gleichen Zeitraum findet auch die Vorprüfung beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt statt. Das vorliegende Projekt hat lediglich Richtcharakter und ist nicht mit dem (späteren) Bauprojekt identisch. Bereits stattgefunden hat auch eine Informationsveranstaltung für die Anwohnerinnen und Anwohner. Auch sie können sich im Rahmen der laufenden Vernehmlassung zum vorliegenden Gestaltungsplanprojekt äussern.

Hohe Lärmimmissionen

Das neue Baugebiet liegt, wie bereits erwähnt, recht gut. Sein Nachteil sind die hohe Lärmbelastung von der Südbahnlinie einerseits und der stark befahrenen Freiämterstrasse anderseits. Insbesondere der Bahnlärm überschreitet die zulässigen Immissionsgrenzwerte deutlich. Gelöst werden soll das Problem laut den Planern mit einem durchgehenden Baukörper entlang von Freiämterstrasse und Bahnlinie. Er soll als Lärmwall dienen und das dahinter liegende Areal abschotten. Der vorgesehene Gewerbeanteil der Überbauung soll dabei vor allem entlang der Freiämterstrasse konzentriert werden.

Vom 2300 Quadratmeter grossen Areal hat der Einwohnerrat im November 1,7 Hektaren neu eingezont. Die GPK, erklärte damals deren Sprecherin Anna Keller, habe sich aufgrund der Lage gefragt, ob hier tatsächlich hochwertiger Wohnraum entstehen könne oder ob lediglich billig Wohnungen für Menschen mit kleinen Einkommen entstünden. Mit dem vorliegenden Gestaltungsplan dürfte die Antwort von Gemeindeammann Walter Dubler bestätigt sein. Er hatte am 4. November im Parlament auf die Gestaltungsplanpflicht hingewiesen und auch erklärt: «Damit ist gewährleistet, dass dort etwas qualitativ Gutes entsteht.»

Platz für rund 140 Wohnungen

Laut dem vorliegenden Gestaltungsplan bietet das Areal an der Unteren Farnbühlstrasse Platz für rund 140 Wohnungen, daneben sind rund 10 Prozent der Fläche für Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe reserviert. Die Bebauung kann laut Konzept in Etappen erfolgen. Die Erschliessung ist über die Untere Farnbühlstrasse geplant.