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Wohlen-Trainer Sesa: «Auch meine Position wird man analysieren»

Interview FCW-Trainer David Sesa (40) äussert sich nach dem Ende der Vorrunde über Enttäuschungen, Hoffnungen und Aussichten. Er bestätigt, dass bereits Gespräche mit anderen Spielern

Ruedi Burkart
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Wohlen-Trainer David Sesa versucht die Richtung vorzugeben.

Wohlen-Trainer David Sesa versucht die Richtung vorzugeben.

foto-net / Alexander Wagner

Hätte der Sportchef David Sesa den Trainer David Sesa nach einer solch schwachen Vorrunde entlassen?

David Sesa: Aufgrund der Resultate – ja.

Aber?

Aber zusammen mit dem Vereinsvorstand haben wir die Lage analysiert, und ich habe die Gründe für
das schwache Abschneiden darlegen können.

Und diese Gründe wären? Liegt es wirklich nur an den zugegebenermassen vielen Verletzten?

Wir haben tatsächlich unglaubliches Pech in dieser Beziehung. Das soll keine Ausrede sein. Aber mit unserem von Beginn weg schmalen und vor allem auch jungen Kader haben wir die vielen Absenzen nicht auffangen können. Ich behaupte: Mit weniger Pech hätten wir einige Punkte mehr auf dem Konto.

Aktuell sind es 9 Zähler aus 18 Partien. Das ist eine Horrorbilanz . . .

Absolut.

Haben Sie nie daran gedacht, den Bettel hinzuschmeissen?

Nein, daran habe ich nie gedacht. Das wäre aus meiner Sicht auch der falsche Weg gewesen. Man kann nicht bei der ersten Schwierigkeit aufgeben.

Wie gehts nun für Sie weiter?

In der Winterpause muss alles analysiert werden. Das wird der Verein auch machen. Trainerfrage, Kader – dafür hat man jetzt drei, vier Wochen Zeit.

Trainerfrage?

Auch meine Position wird man analysieren. Das ist klar und gehört zum Geschäft.

Wegen des «Falls Wellington» kamen in der Vorrunde keine Transfers mehr zustande, der Vorstand hatte andere Prioritäten gesetzt. Lukmon, Markaj und andere waren im Probetraining und spielen nun teilweise in anderen Vereinen. Das war sehr ärgerlich.

Ja, das war natürlich ein wenig unglücklich gelaufen.

Wie kommt der FC Wohlen wieder aus den Niederungen der Tabelle heraus? Die finanziellen Mittel für Transfers in der Winterpause sind bekanntermassen arg beschränkt.

Ja, das ist klar. Aber wir müssen da etwas unternehmen, unser Kader ist sehr eng. Spieler wie Agro oder auch Milani kommen erst im Frühling wieder zurück, für die ist die Saison gelaufen.

Ich gehe davon aus, dass der Verein bereits die Fühler nach Verstärkungen für die Rückrunde ausgestreckt hat.

Ja, das ist so. Ein grosses Thema sind in diesem Zusammenhang natürlich die finanziellen Möglichkeiten.

Namen?

Dafür ist es noch zu früh. Vielleicht ergibt sich etwas mit einem Spieler aus der Super League. Wir halten diesbezüglich die Augen offen.

Gespräche haben bereits stattgefunden?

Wir haben bereits Spieler kontaktiert.

Wann rechnen Sie mit Vertragsabschlüssen?

Es ist klar, dass ich am 4. Januar beim Trainingsstart mein Kader beisammen haben möchte. Schliesslich haben wir ein gemeinsames Ziel: den Ligaerhalt.

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