Wohlen
Wohlen sammelt das Geld von den Parkplätzen auf

In Wohlen wird das Parkieren auf dem Jakob-Isler-Areal, dem Merkurareal und dem IBW-Platz kostenpflichtig. Die Gemeinde stellt Parkuhren auf, um zu zusätzlichen Einnahmen zu kommen und Langzeitparkierer abzuschrecken.

Dominic Kobelt
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Das Parkieren ist bald nicht mehr gratis
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Parkplätze werden gebührenpflichtig: Isler-Areal, Bünzstrasse
Parkplätze werden gebührenpflichtig: Merkur-Areal, Kapellstrasse
Parkplätze werden gebührenpflichtig: Merkur-Areal, Kapellstrasse
Parkplätze werden gebührenpflichtig: IBW-Areal

Das Parkieren ist bald nicht mehr gratis

Dominic Kobelt

Auf drei Plätzen in Wohlen muss man bald die Parkuhr füttern. Zwischen 170 und 195 Fahrzeugen können auf dem Jakob-Isler-Areal, dem Merkurareal und dem Platz hinter dem Verkaufsladen der IBW abgestellt werden – momentan noch gratis. Für die Bewirtschaftung der drei Plätze liegen aber Baugesuche auf.

Ein Franken pro Stunde

Trotz Baugesuch – grosse Veränderungen werden nicht vorgenommen, im Wesentlichen werden drei Parkuhren aufgestellt. Es bleiben allesamt Kiesplätze, Zu- und Wegfahrten sind bereits vorhanden.

Bezahlt werden muss von Montag bis Samstag, 7–24 Uhr, auf dem IBW-Platz nur bis 19 Uhr. Die Parkkosten fallen mit einem Franken pro Stunde recht human aus. Platz hat es auf dem Merkurareal für 90 bis 100 Fahrzeuge, auf dem Isler-Areal für 60 bis 70 Fahrzeuge und auf dem IBW-Areal für 20 bis 25 Fahrzeuge.

Die drei Areale gehören der Gemeinde. Sie könnten einst auch anderweitig genutzt werden – solange darüber aber noch nicht bestimmt ist, bleiben es Parkplätze.

Monatskarten für 80 Franken

Die Gebühren werden erhoben, sobald die Baugesuche bewilligt sind – sie liegen noch bis zum 29. April auf. Mit der Bewirtschaftung der drei Plätze ist die erste Phase des Parkierungskonzepts, das noch vier weitere Standorte umfasst (Hofmatten, Gemeindebibliothek, Schwimmbad und Friedhof), umgesetzt.

«Für einige Standorte wird es auch die Möglichkeit geben, eine Monatskarte zu lösen, diese kostet 80 Franken», sagt Gemeinderat Arsène Perroud. Dies ist für das Merkurareal, bei der Sammelgarage und dem Vorplatz der Sportbauten Hofmatten und beim Schwimmbad vorgesehen.

Durch die Parkuhren entstehen für die Gemeinde nicht nur zusätzliche Einnahmen, sie möchte damit auch etwas gegen die Langzeitparkierer unternehmen, die ihr Auto den ganzen Tag über gratis abstellen. Durch die Gebühren will man erreichen, dass die Parkplätze im Zentrum wieder vermehrt den Kurzzeitparkierern zur Verfügung stehen.

Dagegen werden weiterhin Anlässe auf den Kiesplätzen stattfinden können. Auch das Militär, das momentan Fahrzeuge auf dem Merkur-areal abgestellt hat, soll diese Möglichkeit weiterhin haben.

Niedermatten nicht enthalten

Nicht im Konzept enthalten ist die Sportanlage Niedermatten. Als die Parkuhren im Einwohnerrat Thema waren, wurde heftig diskutiert, ob dieser Standort ebenfalls aufgenommen werden soll. Der Antrag fand keine Mehrheit. «Momentan wird das Benutzungsreglement und das Parkplatzkonzept für die Sportanlage Niedermatten noch ausgearbeitet, für Parkuhren müsste aber ein neuer Kredit beantragt werden», sagt Perroud.