Wohlen
Neue Attraktion quer über Badianlage: Schüwopark plant eine Zipline

Der Wohler Schüwopark soll im Badibereich ab diesem Sommer um eine Attraktion reicher werden. Die Sportpark Bünzmatt AG hat ein Baugesuch für eine Zipline eingereicht.

Marc Ribolla
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So könnte es aussehen: Die Zipline im Schüwopark beginnt auf der Terrasse der Eishalle.

So könnte es aussehen: Die Zipline im Schüwopark beginnt auf der Terrasse der Eishalle.

Bild: zvg/Fotomontage

Sie stehen schon seit Jahrzehnten dort und haben einen prächtigen Blick über die Wohler Badianlage: die Eichen entlang des Mattenhofwegs auf dem Areal des heutigen Schüwoparks. Nun wird einer von ihnen eine besondere neue Aufgabe zuteil. Eine Eiche wird zum Wendepunkt der geplanten Zipline-Anlage im Schüwopark. Eine Zipline ist eine Seilrutsche und bietet die Möglichkeit, an sehr langen Seilen quer durch Täler oder Schluchten zu «fliegen». Im Bergsport nennt man sie auch Tyrolienne.

Eine solche Hochseilanlage möchte die Betreiberin, die Sportpark Bünzmatt AG, nun realisieren. Das entsprechende Baugesuch liegt noch bis zum 26. April auf der Gemeindeverwaltung auf. Schüwopark-Geschäftsführer Christian Meier ist der Initiator des Vorhabens. Er erläutert:

«Wir möchten damit den Besuchern eine zusätzliche Attraktion bieten. Es gibt noch keine Badi in der Schweiz, die eine solche Zipline hat.»

Inspiriert hätten ihn ähnliche Anlagen, die es in den Bergregionen schon an einigen Orten gebe, und auch am Zürifäscht habe es einmal eine Zipline quer übers Areal gehabt. «Das brachte mich auf die Idee, dies auch bei uns zu ermöglichen», sagt Meier.

Rund 130 Meter hin und wieder zurück am Seil

Eine auf Seilparks spezialisierte Firma aus Chur hat das Wohler Projekt fixfertig ausgearbeitet. Start und Ziel der Zipline sollen auf der Terrasse der offenen Eishalle liegen, wo ein Teil des bestehenden Geländers dafür demontiert werden muss. Von dort aus geht's rund 130 Meter teilweise dem Schwimmbecken entlang zur Eiche. Der dortige Wendepunkt liegt auf einer Plattformhöhe von rund 2,5 Metern.

Damit die richtige Neigung für die Retour-Zipline erreicht werden kann, muss die Höhe der Startplattform bei der Eiche angepasst werden. Zwischen dem «Ankunftsbaum» und dem Retour-Startpunkt wird deshalb eine Seilbrücke errichtet, wozu zwei Plattformen erforderlich sind.

Von der Eishallenterrasse geht's rund 130 Meter quer über die Badianlage und wieder zurück.

Von der Eishallenterrasse geht's rund 130 Meter quer über die Badianlage und wieder zurück.

Bild: Google Maps/Grafik: rib

Bei der Sicherung setzt der Schüwopark auf ein Durchlaufsystem mit Rollen. Man hängt am Anfang ein und bleibt die ganze Zeit am Seil, ehe erst am Schluss wieder ausgehängt wird. Bei maximaler Auslastung könnten 80 bis 120 Personen pro Stunde die Zipline benutzen. Sie wird aber nicht ständig offen sein, denn im laufenden Betrieb müssen ein bis zwei Angestellte die Zipline-Anlage durchgehend betreuen.

«Das Angebot soll deshalb speziell an Hochfrequenztagen wie Mittwochnachmittag, Samstag, Sonntag oder in den Sommerferien offeriert werden. Und nur bei schönem Wetter», sagt Christian Meier. Wenn alles rund läuft mit der Bewilligung, soll es im Juni losgehen. Man werde dann sehen, auf welche Resonanz die Zipline stosse. Nach einer Probezeit von einigen Saisons soll über eine dauernde Installation entschieden werden.

Anlage ist komplett versponsert

Die Investitionskosten für die Zipline betragen rund 35'000 Franken. Wer nun angesichts der bekannten schwierigen Finanzlage der Sportpark Bünzmatt AG schon einen dicken Hals bekommt, darf beruhigt sein. Meier erklärt:

«Mögliche Bedenken wegen der Kosten kann ich komplett ausräumen. Die Anlage ist zu 100 Prozent versponsert.»

Dies war, wie er sagt, eine Bedingung, «sonst hätten wir das Projekt gar nicht lanciert». Beteiligt sind mehrere Sponsoren, die mehrheitlich aus der Region stammen.