Wohlen
Konferenz der Schulleiter bleibt bestehen: Gemeinderat setzt weiter auf bewährtes Führungs-Modell

Mit der bevorstehenden Abschaffung der Schulpflege Ende 2021 gehen deren Aufgaben auch in Wohlen an den Gemeinderat über. Nach aussen hin wird sich wenig ändern.

Marc Ribolla
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Die Arbeitsgruppe (von links): Flurin Burkard (Bereichsleiter Gesellschaft, Soziales und Bildung), Arsène Perroud (Gemeindeammann), Paul Huwiler (Gemeinderat), Rolf Stadler (Präsident Schulleitungskonferenz), Franco Corsiglia (Präsident Schulpflege) und Franziska Walti (Schulleiterin Oberstufe Junkholz).

Die Arbeitsgruppe (von links): Flurin Burkard (Bereichsleiter Gesellschaft, Soziales und Bildung), Arsène Perroud (Gemeindeammann), Paul Huwiler (Gemeinderat), Rolf Stadler (Präsident Schulleitungskonferenz), Franco Corsiglia (Präsident Schulpflege) und Franziska Walti (Schulleiterin Oberstufe Junkholz).

Marc Ribolla

«Es gibt keinen Grund, um operativ am bestehenden Modell etwas zu ändern», bringt es Gemeindeammann Arsène Perroud in einem Satz auf den Punkt. Er spricht vom Schulleitungskonferenzmodell (SLK) der Schule Wohlen. An diesem will der Gemeinderat auch in Zukunft festhalten, wenn er ab 1. Januar 2022 mit der Abschaffung der Schulpflege das neue oberste Führungsorgan sein wird.

Das SLK-Modell mit den dezentralen neun Schulleitern und einem Präsidenten als primus inter pares ist in Wohlen seit annähernd zwanzig Jahren bestens etabliert. Schulpflege-Präsident Franco Corsiglia ist deshalb froh und sagt:

«Wir sind dankbar, dass der Gemeinderat das bisherige Modell übernimmt. Der Austausch wird so auch in Zukunft da sein.»

Er habe in der Arbeitsgruppe, die sich mit der Umsetzung der Schulpflegeabschaffung befasst, den Eindruck gehabt, dass der Gemeinderat weiss, welchen «Dampfer» er übernehmen werde, so Corsiglia.

Und dieser wird gross sein. Gegen 400 Mitarbeitende stossen dazu. Organisatorisch wird die Schule der Gemeindeverwaltung angegliedert. Sprich: Der Präsident oder die Präsidentin der SLK ist dem Geschäftsführer der Verwaltung gleichgestellt und die einzelnen Schulleiter den Bereichsleitern der Verwaltung.

Neu wird es im Gemeinderat ein Ressort «Volksschule» geben. Wer dies leiten wird, ist noch offen und hängt von den Gemeinderatswahlen im Herbst ab. Gemeinderat Paul Huwiler, der das Ressort Bildung führt und auch Mitglied der Arbeitsgruppe ist, sagt:

«Wir sind mit der Umsetzung im Plan und bis Ende Jahr bereit.»

Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe sei zielführend und konstruktiv, erklärt Huwiler. Im Moment läuft beispielsweise das Erstellen eines Reglements zur Kompetenzregelung, da bei der Schule andere gesetzliche Vorgaben gelten als beim Rest der Verwaltung.

Für die Eltern und Lehrpersonen ändert sich grundsätzlich nichts. An den einzelnen Schulstandorten sind weiterhin die Schulleitungen die ersten Ansprechpartner.

Schulleiterkonferenz: Franziska Walti wird Nachfolgerin von Rolf Stadler

Eine Änderung gibt es aber personell aufgrund der Pensionierung von Rolf Stadler, der seit 2003 Schulleiter und SLK-Präsident ist. Als präsidiale Nachfolgerin hat die Schulpflege Franziska Walti, Schulleiterin im Junkholz, auf den Antrag der SLK hin, gewählt. Das Präsidium wird zudem neu von Paul Bitschnau (Bez-Schulleiter) als Vizepräsident ergänzt. Sie übernehmen die Funktionen ab 1. August.

Rolf Stadler mit seiner Nachfolgerin Fanziska Walti, die ab August das Präsidium der Schulleiterkonferenz übernimmt.

Rolf Stadler mit seiner Nachfolgerin Fanziska Walti, die ab August das Präsidium der Schulleiterkonferenz übernimmt.

Marc Ribolla

Corsiglia sagt: «Beides sind erfahrene Schulleiter und wir sind überzeugt, dass es gut weitergeht.» Franziska Walti betont, dass sie und Bitschnau die SLK als Team betrachten. «Jeder von uns neun Schulleitern wird in Zukunft einen eigenen Bereich verantworten», sagt sie.

Die Arbeit soll auf mehrere Schultern verteilt sein. Diesem Wunsch kommt indes entgegen, dass der Kanton die Wohler Schulleiter-Pensen um 130 Stellenprozent erhöhen wird.