Kommentar
Wohlen hat eine Chance verpasst

Die SVP ist nicht stärker in die Exekutive eingebunden worden. Gut möglich, dass Wohlen jetzt vier Jahre SVP-Opposition droht. Kommentar von Toni Widmer.

Toni Widmer
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Roland Vogt von der SVP ist nicht in die Wohler Exekutive gewählt worden.

Roland Vogt von der SVP ist nicht in die Wohler Exekutive gewählt worden.

Nichts gegen die Wahl von Markus Gsell in den Gemeinderat Wohlen. Er wird das bisherige Team verstärken und ihm dank seiner menschlichen und beruflichen Erfahrung ganz sicher neue Impulse verleihen.

Und trotzdem ist es schade, dass die SVP mit der Nichtwahl von Roland Vogt leer ausgegangen ist. Auch wenn er im Einwohnerrat dann und wann bestimmt auftritt, auch wenn er zu gewissen Themen eine konsequente, um nicht zu sagen harte Linie verfolgt: dieser Mann wäre absolut wählbar gewesen.

Mit Roland Vogts Wahl wäre die SVP endlich stärker in die Wohler Exekutive eingebunden worden. Sie hätte Regierungsverantwortung übernehmen müssen. Genau das, was ihre Kritiker stets fordern.

Man muss kein Prophet sein, um vorher zu sagen, was in den nächsten vier Jahren auf Wohlen wartet: die altbekannten Grabenkämpfe, die gleichen endlosen Diskussionen wie bisher. Keinerlei Annäherung der SVP an die politische Normalität, sondern weiterhin knallharte Opposition.

Einigen Exponenten dieser Partei wird das ganz gut in den Kram passen. Wohlen jedoch wird unter dieser verpassten Chance zu leiden haben.

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