Politik
Wohlen: Gebiet «Bahnhof Süd» wird vorläufig nicht Bauland

Im Richtplan sollen 15,5 Hektaren Land neu der Bauzone zugeschlagen werden, nicht aber das Gebiet «Bahnhof Süd». Derzeit läuft die Vernehmlassungsphase, aus dessen Ergebnisse dann der Richtplan angepasst wird.

Andrea Marthaler
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Die geplante Einzonung des Gebiets südlich des Bahnhofs ist auf später verschoben worden. ama

Die geplante Einzonung des Gebiets südlich des Bahnhofs ist auf später verschoben worden. ama

Bis zum 8. März können Einwände an das kantonale Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) eingereicht werden. Anhand der Ergebnisse dieser Vernehmlassung wird dann der Richtplan dem Grossen Rat sowie dem Regierungsrat vorgelegt. Er bildet die Basis für die Überarbeitung der Nutzungsplanung der Gemeinde Wohlen. Wohlen Der Nutzungsplan, der die Details der Landeinzonungen regelt, wird in Wohlen erst zur Vernehmlassung aufliegen, nachdem der Richtplan genehmigt sein wird.

Spezialzone «Bahnhof Süd»

Insgesamt sollen in Wohlen 15,5 Hektaren Land neu ins Siedlungsgebiet aufgenommen werden, mit entsprechendem Verlust von Fruchtfolgefläche. Obwohl damit wertvolles Landwirtschaftsland verloren geht, sind diese Einzonungen weitgehend unumstritten, will Wohlen seine Funktion als Zentrumsgemeinde auch längerfristig wahrnehmen können. Denn wie aus der Information zum Richtplan hervorgeht, hat Wohlen zwar noch fünf Hektaren einzonbare Fläche. Diese reicht aber nicht für die beabsichtigte Vergrösserung des Siedlungsgebietes.

Im Gegensatz zu den ursprünglichen Plänen, auch das Gebiet südlich des Bahnhofs mit einer Fläche von 14 Hektaren in den Richtplan aufzunehmen, soll dessen Einzonung nun doch noch nicht erfolgen. «Wir wollen den Richtplan nicht überladen», begründet Gemeindeammann Walter Dubler. «Das Gebiet Bahnhof Süd hat zweite Priorität und soll nicht sofort eingezont werden.» Allerdings wird es zur Aufnahme als Zwischenergebnis vorgeschlagen. Dies um eine gewisse Planungssicherheit zu haben.

Ausbau der Fussballplätze

Ebenfalls aus dem Richtplan entfernt wurde das Gebiet Seewadel, in dem auf Wunsch der Firma Notter ursprünglich eine 1,48 Hektaren grosse Gewerbezone vorgesehen war. Die Eingaben in der Mitwirkung zum Nutzungsplan hätten zu diesem Entschluss geführt. «Es ist ein heikles Gebiet», begründet Ortsplaner Thomas Meier von der Marti Partner Architekten und Planer AG. «Wir werden dieses Begehren in einer separaten Vorlage weiterführen.» Damit werde der Richtplan als Gesamtpaket nicht unnötig gefährdet.

Fragen warf auch die geplante Einzonung im Gebiet Niedermatten auf. Dort sollen 7,5 Hektaren in die Zone für öffentliche Bauten eingezont werden. «Der Kanton äusserte sich kritisch zur Grösse der Fläche», sagt Meier. Trotzdem blieb die Fläche im Richtplan für eine allfällige Erweiterung der Schulsportanlage und der Fussballanlage . Der Rest des Gebiets soll für diverse Nutzungen zur Verfügung stehen, unter anderem für den Zirkus oder auch als Festgelände.

Der Planungsbericht ist zu finden unter www.ag.ch/raumentwicklung. Eingaben können auf der Kanzlei der Gemeinde
abgegeben werden.

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