Wohlen
Für eine bessere Netzabdeckung: Mobilfunkantenne auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses geplant

Am Wohler Büelweg plant die Swisscom eine weitere Antenne. Diese sei notwendig, um die Abdeckung zu gewährleisten und auszubauen, schreibt das Unternehmen in seinem Baugesuch.

Nathalie Wolgensinger
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Mitten im Wohnquartier, auf dem Dach des Mehrfamilienhauses am Büelweg 2, plant die Swisscom eine Mobilfunkantenne.

Mitten im Wohnquartier, auf dem Dach des Mehrfamilienhauses am Büelweg 2, plant die Swisscom eine Mobilfunkantenne.

Nathalie Wolgensinger

Schon wieder eine Antenne in Wohlen? Das wird sich manch einer fragen. Denn erst im September erstellte die Mobilfunkanbieterin Swisscom in Wohlen zwei Antennen. Eine davon steht an der Bremgarterstrasse, auf der Höhe des Denners hinter der Pneuhandlung Meier. Laut Auskunft der Swisscom Mediensprecherin dient diese Antenne als Ersatzstandort für einen anderen, der nicht mehr betrieben werde.

Die andere wird in Anglikon an prominenter Stelle zu stehen kommen. Nämlich auf dem Kamin der ehemaligen Textilfärberei Schärer. Der Kamin war baufällig und musste saniert werden. Laut Auskunft des Besitzers der Liegenschaft, Frank Schärer, wird der Kamin nicht nur saniert, sondern auch mit einem Storchennest versehen. Das soll den Tieren ermöglichen, in luftiger Höhe zu nisten. Bisher sei das Vorhaben der Störche jeweils gescheitert, weiss Schärer. Diese beiden Antennen decken die gängigen Mobilfunktechnologien ab, also 3G, 4G und 5G.

Nun soll am Büelweg 2, auf dem Dach des Mehrfamilienhauses eine weitere Antenne realisiert werden. Das Baugesuch kann noch bis zum 7. Februar auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

Muri gibt im Baugesuch die verwendete Technologie an

Die Liegenschaft befindet sich in der Wohnzone 3. Dem Baugesuch liegt eine Untersuchung bei, die aufzeigt, dass die Netzabdeckung in der nordöstlichen Umgebung des Büelweges bisher zu gering war. Swisscom-Pressesprecherin Sabrina Hubacher begründet dies wie folgt: «Wir müssen unser Netz laufend modernisieren und ausbauen, denn unsere Kunden übermitteln immer mehr Daten übers Mobilfunknetz: Der Datenverkehr ist in zehn Jahren um den Faktor 200 gestiegen. Es gibt heute dreimal mehr Geräte im Netz als noch 2010.»

Die neue Antenne soll dafür sorgen, dass sich die Netzabdeckung wieder verbessert. Auch sie wird 3G, 4G und 5G abdecken. Im Baugesuch ist die Technologie jedoch nicht angegeben. Die Swisscom ist nicht verpflichtet, dies zu veröffentlichen. Das dürfte auch der Grund sein, dass die beiden Baugesuche für die zwei bereits erstellten Antennen ohne Einwendungen realisiert werden konnten.

Muri ist eine der ersten Gemeinden in der Region, die in der Zukunft die verwendete Technologie bei Baugesuchen für Mobilfunkantennen angeben will. Die Oberfreiämter Gemeinde versteht dies als einen Beitrag an die Transparenz. Die Gemeinde Wohlen hingegen vermerkt die verwendete Technologie nicht im Baugesuch. Wer sich die Zeit nimmt, und die Unterlagen auf der Bauverwaltung einsieht, erhält aber dort die notwendigen Informationen.

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