Wohlen
Der Birmenstorfer Rotwein der Ortsbürger gewinnt bereits zum zweiten Mal: Er überzeugte Augen, Nase und Gaumen

Der Pinot noir der Birmenstorfer Ortsbürger schwingt zum zweiten Mal in Folge obenaus: Die neunköpfige Jury verlieh ihn am Freitagabend in Wohlen eine Spitzenwertung. Unter den Juroren waren Regierungsrat Dieter Egli, Grossratspräsidentin Elisabeth Burgener und Weinakademikerin Lidwina Weh.

Nathalie Wolgensinger
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Die illustre Jury: Grossratspräsidentin Elisabeth Burgener, Regierungsrat Dieter Egli, Gastro-Aargau-Präsident Bruno Lustenberger und Roland Michel, Präsident Aargauer Weine (v.l.).

Die illustre Jury: Grossratspräsidentin Elisabeth Burgener, Regierungsrat Dieter Egli, Gastro-Aargau-Präsident Bruno Lustenberger und Roland Michel, Präsident Aargauer Weine (v.l.).

Bild: Nathalie Wolgensinger

«Der Birmenstorfer ist ein dunkler, herzhafter, duftiger und moderner Wein», mit diesen Worten charakterisiert die Wohler Weinakademikerin Lidwina Weh den Sieger der vierten Weinprämierung des Verbandes Aargauischer Ortsbürgergemeinden. Der Pinot noir der Birmenstorfer Ortsbürger schaffte es nach 2021 bereits zum zweiten Mal aufs Podest. Letztes Jahr war es der Pinot noir «Von alten Reben», heuer erhielt der Pinot noir des Jahrgangs 2019 die höchste Punktzahl von der Jury im Wohler Schlössli.

Milly Stöckli, Präsidentin des Aargauer Ortsbürgerverbandes, präsentiert den Gewinner-Wein.

Milly Stöckli, Präsidentin des Aargauer Ortsbürgerverbandes, präsentiert den Gewinner-Wein.

Bild: Nathalie Wolgensinger

Verkostet wurden insgesamt acht Weine aus Rebbergen der Aargauer Ortsbürger. Urs Gasser, Önologe aus Ueken und Mitglied des organisierenden Branchenverbandes Aargauer Weine, führte die illustre Jury an ihre nicht eben einfache Aufgabe heran. Bevor die Gläser gefüllt wurden, verwies er darauf, dass die Weine mit Auge, Nase und Gaumen zu bewerten seien.

Nebst Fachleuten, wie Weinakademikerin Lidwina Weh aus Wohlen, bewerteten Gastro-Aargau-Präsident Bruno Lustenberger sowie Roland Michel von Aargauer Weine die feinen Tropfen. Auch Geschäftsführer Aargauer Weine und Grossrat Pascal Furer sass am Jurytisch, gemeinsam mit Grossratspräsidentin Elisabeth Burgener und Regierungsrat Dieter Egli. Trudy Müller, Ueli Widmer und Ruedi Donat vertraten den Verband der Aargauer Ortsbürger, der die Prämierung ausrichtete.

Die Weinakademikerin setzte auf einen anderen Finalisten

In einer ersten Runde wurden drei Weine ausgeschenkt und von der Jury verkostet. Die Aufgabe war keine einfache, das wurde schnell deutlich. Zu bewerten waren unter anderem Bukett, Harmonie und Reintönigkeit. Konzentrierte und zuweilen auch angestrengte Gesichtsausdrücke gab es zu beobachten. Dass die Geschmäcker verschieden sind, das wurde jeweils bei der Vergabe der Punktzahlen deutlich: Da gab es grosse Unterschiede. Nach der Verkostung der acht Aargauer Weine schafften es drei in die Endausmarchung.

Am Schluss stiess die Jury auf den Gewinner an.

Am Schluss stiess die Jury auf den Gewinner an.

Bild: Nathalie Wolgensinger

Der «Birmenstörfler» hob sich deutlich von der nicht minder starken Konkurrenz ab. «Das war ein knappes Rennen, die drei Weine lagen nahe beieinander», kommentierte Regierungsrat Dieter Egli. Als Laie sei diese Aufgabe eine echte Herausforderung gewesen. Bevor die Gruppe auf den Sieger anstiess, sagter er:

«Ich freue mich, dass der Verband Aargauer Ortsbürger mit dieser Prämierung den grossartigen Weinen aus Aargauer Rebbergen eine Plattform schafft.»

Lidwina Weh verriet am Rande noch dies: Ihr Sieger war ein anderer Wein.