Wohlen
Das alte stammt von 2005: Gemeinde beantragt 55'000 Franken für neues Personalreglement

Eine einfache interne Überarbeitung des Personalreglements der Gemeinde Wohlen bringe nichts. Man müsse es komplett revidieren und brauche dazu externe Fachberater. Für die Projektierung des neuen Personalreglements beantragt der Gemeinderat nun 55'000 Franken beim Einwohnerrat.

Andrea Weibel
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Die Gemeindeverwaltung Wohlen braucht eine Totalrevision des veralteten Personalreglements.

Die Gemeindeverwaltung Wohlen braucht eine Totalrevision des veralteten Personalreglements.

Chris Iseli (20.4.2020)

Das Personalreglement der Gemeinde Wohlen ist 16 Jahre alt. Am 1. Januar 2005 ist es in Kraft getreten. Nun muss es erneuert werden. Denn einerseits sei die Geltungsdauer überschritten, andererseits habe sich in der Zeit auch vieles in der Gemeindeverwaltung verändert.

Dies schreibt der Gemeinderat in seinem Bericht und Antrag an den Einwohnerrat. Beispielsweise sind die Bestimmungen für das Personal und für politisch gewählte Personen unterdessen strikt getrennt. Das wurde im heutigen Personalreglement noch nicht aufgenommen.

Als Vorarbeit haben Gemeinderat und Abteilungsleiter bereits festgestellt, dass eine einfache interne Überarbeitung des Reglements zu wenig bringen würde. Es brauche eine komplette Revision – und dafür brauche es externe Beratung von spezifischen Fachleuten.

2024 soll das neue Reglement in Kraft treten

Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat nun beim Einwohnerrat einen Kredit von 55'000 Franken. «Dabei geht es einerseits um die Nutzung von Erfahrungswerten, anhand derer ein unabhängiger und realistischer Bezug zu branchenspezifischen Arbeitsmarktrealitäten gewährleistet wird», heisst es im Bericht und Antrag.

«Das beigezogene Wissen dient andererseits den involvierten Anspruchsgruppen auch als Gewähr dafür, dass die Sachlage nach objektiven und neutralen Kriterien erhoben und dargestellt wird.»

Der Gemeinderat hat die Richtofferten verschiedener Beratungsunternehmen verglichen. Das Personalreglement «entfaltet direkten Einfluss auf das Halten und das Rekrutieren von qualifiziertem sowie motiviertem Personal, was unmittelbar mit der Leistungsfähigkeit der Gemeindeverwaltung im Zusammenhang steht», heisst es weiter.

Darum ist der Projektierungskredit bereits für die Einwohnerratssitzung vom 8. November traktandiert. Bis Ende Jahr soll dann eine externe Beraterfirma gewählt werden. Im April 2022 soll diese zusammen mit einer Delegation von verwaltungsinternen Projektbeteiligten ihre Arbeit aufnehmen. Im Sommer 2023 soll das fertige Reglement dem Einwohnerrat vorgelegt werden. Und am 1. Januar 2024 soll es, wenn alles gut läuft, in Kraft treten.

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