Wohlen
Circus Monti geht bald auf Tournee: Freudiger Probestart nach einem Jahr Zwangspause

Seit etwas mehr als zwei Wochen proben die 13 Artistinnen und Artisten im Winterquartier des Circus Monti in Wohlen das neue Programm. Am 6. August feiert die Inszenierung, die an die Anfänge des Wohler Zirkus erinnert, Premiere auf dem Merkurareal. Dabei gibt es viele Highlights und bekannte Gesichter.

Nathalie Wolgensinger
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Clownin Olivia Swoboda-Weinstein (rechts) tritt heuer wieder im Monti-Programm auf. Sie war schon vor sechs Jahren mit dabei und gehörte zu den Publikumslieblingen. Und auch das Monti-Eigengewächs Joëlle Ziörjen (links) wird ein Highlight des neuen Programms.

Clownin Olivia Swoboda-Weinstein (rechts) tritt heuer wieder im Monti-Programm auf. Sie war schon vor sechs Jahren mit dabei und gehörte zu den Publikumslieblingen. Und auch das Monti-Eigengewächs Joëlle Ziörjen (links) wird ein Highlight des neuen Programms.

Chris Iseli

Im Winterquartier des Circus Monti herrscht geschäftiges Treiben: Ein Maler streicht Holzplatten, nebenan hämmern zwei Arbeiter an den Kulissenwänden. Die Vorfreude und Aufbruchstimmung sind auf dem Areal deutlich spürbar.

Zirkusdirektor Johannes Muntwyler steht in der Trainingshalle und beobachtet die Proben der Artisten. «Wir haben lange warten müssen und freuen uns, dass es nun bald losgeht», sagt er zufrieden. Dieses Jahr sind alle seine drei Söhne Tobias, Mario und Nicola wiederum mit von der Partie. Alle drei sind hinter den Kulissen tätig. Das gilt auch für den Direktor und seine Partnerin Armelle Fouqueray. Sie alle werden für einmal nicht Teil des artistischen Programms sein.

Sie sind für die Umsetzung verantwortlich: die Co-Leiterin Nico Lagarde (links) und Regisseurin Marie-Josée Gauthier.

Sie sind für die Umsetzung verantwortlich: die Co-Leiterin Nico Lagarde (links) und Regisseurin Marie-Josée Gauthier.

Chris Iseli

Arbeit gibt es genug. Nachdem die 36. Saison im vergangenen Jahr coronabedingt ausfiel und vor wenigen Wochen der Entscheid gefallen ist, die Saison durchzuführen, gab es viel zu tun. Stefan Gfeller, der für die Kommunikation zuständig ist, sagt: «Wir müssen nun alle organisatorischen Arbeiten innerhalb kurzer Zeit bewältigen.» Das Team hat beschlossen, dass die Plätze im Zelt vorerst zu zwei Dritteln besetzt werden können.

Das aktuelle Programm erinnert an die Monti-Geschichte

In den vergangenen Wochen sind Artisten aus Europa und Nordamerika nach Wohlen gereist und proben fleissig für das neue Programm. Gemeinsam werden sie mit ihrer übersprühenden Spielfreude das Publikum in Beschlag nehmen. Auch während der 36. Tournee setzt die Monti-Crew auf Bewährtes. Johannes Muntwyler erzählt: «Die Artisten treten sowohl mit ihren Einzelnummern als auch gemeinsam in der Gruppe auf. Das behalten wir bei.»

Unter den Augen des artistischen Coaches André St-Jean und den beiden Co-Leiterinnen probt das Ensemble waghalsige Nummern.

Unter den Augen des artistischen Coaches André St-Jean und den beiden Co-Leiterinnen probt das Ensemble waghalsige Nummern.

Chris Iseli

Bereits zum dritten Mal zeichnet Marie-Josée Gauthier für das Konzept und die Regie verantwortlich. Die Kanadierin wird von Nico Lagarde (Co-Regie) und André St-Jean (artistischer Coach) unterstützt. Die beiden stammen ebenfalls aus Kanada und wirken an der dortigen Zirkusschule.

Das Kreativteam wird unterstützt von Kostümbildnerin Olivia Grandy und dem Wohler Lukas Stäger, der einmal mehr die Musik zum Programm liefert. Regisseurin Gauthier kennt den Circus Monti und Muntwylers nicht nur gut, sie weiss auch um die Geschichte der Wohler Zirkusfamilie. Das wiederum hat sie zum diesjährigen Programm inspiriert. Sie verrät:

«Die neue Inszenierung soll dazu aufrufen, die eigenen Träume zu verwirklichen und seine Talente zum Leben zu erwecken.»
Olivia Swoboda-Weinstein (hier mit Partner Stefan Swoboda) war der Publikumsliebling im Jahr 2015 – und wie es den Anschein macht, könnte sie es auch heuer wieder werden.

Olivia Swoboda-Weinstein (hier mit Partner Stefan Swoboda) war der Publikumsliebling im Jahr 2015 – und wie es den Anschein macht, könnte sie es auch heuer wieder werden.

Chris Iseli

Eine bekannte Clownin und ein Monti-Eigengewächs

Das Programm verspricht einen bunten Mix an artistischen Disziplinen. Unter anderem gibt es Hand-auf-Hand-Nummern, Vertikaltuch, Hula-Hoop und Schlappseil. Für die Monti-Familie gibt es darüber hinaus aber mehrere Highlights zu feiern. Einerseits ist die junge Artistin Joëlle Ziörjen, die man beinahe als Monti-Eigengewächs bezeichnen könnte, erstmals Teil des Teams. Sie reiste schon als Kind mit ihrer Familie oft mit dem Circus Monti mit und liess sich davon inspirieren, später die Zirkusschule zu besuchen und Artistin zu werden.

Ausserdem freut sich Johannes Muntwyler, dass Clownin Olivia Swoboda-Weinstein mit ihrem Partner Stefan Swoboda verpflichtet werden konnte. Sie war bereits vor sechs Jahren Teil des Monti-Programms und damals absoluter Publikumsliebling. Ob das auch heuer der Fall sein wird, stellt sich spätestens an der Premiere am 6. August auf dem Merkurareal heraus.

Höchste Konzentration ist gefordert: Joëlle Ziörjen (oben) und ihre Partnerin.

Höchste Konzentration ist gefordert: Joëlle Ziörjen (oben) und ihre Partnerin.

Chris Iseli

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