Wohlen
Von verstorbenen Schlösslibewohnern und irren Gerichtspräsidenten

«Schlössli-Geister» und «Hokuspokus» heissen die Theaterstücke, die eine zweite und dritte Bezirksschulklasse in den nächsten Wochen zeigen. Ersteres basiert auf historisch belegten Personen, die einst das Schlössli bewohnt haben. Die Geschichten haben die Bezirksschüler jedoch frei erfunden. Letzteres ist eine Justizkomödie mit vielen Irrungen. Die Stücke können auch als Livestream verfolgt werden.

Nathalie Wolgensinger
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Die Bezirksschulklasse 2e von Daniel Güntert bei den Proben für das Theaterstück «Schlössli-Geister».

Die Bezirksschulklasse 2e von Daniel Güntert bei den Proben für das Theaterstück «Schlössli-Geister».

Ilir Pinto (17. Februar 2021)

Ein Jahr lang haben sie geprobt und sich in Geduld geübt, die beiden Klassen von Deutschlehrer Daniel Güntert. Endlich dürfen die Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule nun zum Theatervergnügen ins Wohler Schlössli und den Gewölbekeller des Emanuel-Isler-Hauses einladen.

Den Auftakt macht am Montag, 7. Juni, die Klasse 2e mit ihrem selbstgeschriebenen Stück «Schlössli-Geister». Weitere Aufführungen finden am 8., 9. und 10. Juni statt. Aus Texten, die während des Deutschunterrichtes entstanden, formten die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Stück. Es handelt vom «Schlössli», dem ältesten Wohler Steinhaus, in dem das Stück auch aufgeführt wird. Das Haus steht seit 1546, ist aber archäologischen Hinweisen zufolge älter.

Das Schlössli, das älteste Wohler Steinhaus, ist nicht nur Austragungsort des neuesten Theaters der Bezirksschulkasse 2e, sondern war auch Inspiration für das selbstgeschriebene Stück «Schlössli-Geister».

Das Schlössli, das älteste Wohler Steinhaus, ist nicht nur Austragungsort des neuesten Theaters der Bezirksschulkasse 2e, sondern war auch Inspiration für das selbstgeschriebene Stück «Schlössli-Geister».

Christian Breitschmid (2018)

Die drei ehemaligen Bewohner Anna, Werner und Elisabeth treten als Geister auf. Die Figuren basieren auf historisch belegten Mitgliedern der Familie Ritter, die im 14. Jahrhundert im Schlössli lebte. Das Theaterprojekt bietet nebst heiteren, satirischen und fröhlichen Szenen auch Nachdenkliches.

Die Zahl der Zuschauer vor Ort ist begrenzt, wer möchte, kann sich aber in einen Livestream einwählen.

Ist alles bloss «Hokuspokus» oder doch Todernst?

Die Klasse 3e lädt am 21. Juni zur Premiere der Justizkomödie «Hokuspokus» von Curt Goetz in den Gewölbekeller des Emanuel-Isler-Hauses ein. Die Schülerinnen und Schüler führen das Publikum geistreich und mit hintergründigem Witz an der Nase herum. Der so ruhig scheinende Abend des Gerichtspräsidenten Ferdinand Arben nimmt aufs Mal unheimliche Wendungen und führt den Zuschauer immer wieder in die Irre. Der Gerichtspräsident ist zutiefst verunsichert und verdächtigt seinen alten Freund des Mordes.

Nach der Premiere finden am 22., 23. und 24 Juni drei weitere Aufführungen statt. Die Zahl der Zuschauerplätze ist auch bei diesen Aufführungen beschränkt, wer will, kann per Livestream mit dabei sein.

Unter www.schulewohlen.ch auf der Seite der Bezirksschule finden sich die genauen Daten der Aufführungen sowie die Links zur Anmeldung.