Wohlen-Anglikon
«Das Spital trägt einen grossen Teil zu unserem heutigen Erfolg bei» – Aargauer Mahlzeitendienst erweitert sein Gebiet

Die Zusammenarbeit des Mahlzeitendienstes der Region Wohlen-Anglikon mit dem Spital Muri läuft auch nach einem Jahr gut. Neu wurde das Angebot auch auf einige Gemeinden im Kelleramt ausgeweitet.

Melanie Burgener
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Die Menus des Aargauer Mahlzeitendienstes werden täglich frisch in der Küche des Spitals Muri zubereitet.

Die Menus des Aargauer Mahlzeitendienstes werden täglich frisch in der Küche des Spitals Muri zubereitet.

Michael Wuertenberg (September 2020)

«Es läuft so gut, ich kann fast Ferien machen», sagt Heinz Widmer von der Vereinigung aktiver Aargauer Senioren (VAAS) und lacht. Seit etwas mehr als einem Jahr arbeitet der Verantwortliche für den Aargauer Mahlzeitendienst der Region Wohlen mit der Spitalküche Muri zusammen. Eine Partnerschaft, die wunderbar funktioniere und sich mehr als gelohnt habe, zieht Widmer die Bilanz. «Das Spital trägt einen sehr grossen Teil zu unserem heutigen Erfolg bei», betont er.

Rund 400 Menus liefern Widmer und sein vierköpfiges Team täglich aus. Zu seinen Kunden gehören längst nicht mehr nur Senioren und auch das Gebiet des Mahlzeitendienstes hat sich unterdessen erweitert. Zu den Gemeinden aus der Region Wohlen-Anglikon gehören neu auch einige Gemeinden aus dem Kelleramt. Widmer erzählt:

«Ich habe den Anruf eines Ärztehauses erhalten, dass eine Patientin aus Jonen einen solchen Service benötige.»

Daraufhin habe er sich mit den Gemeinden Ober- und Unterlunkhofen und Rottenschwil in Verbindung gesetzt und erkannt, dass auch dort das Bedürfnis nach einem solchen Lieferdienst bestehe.

Spitalküche geht auf Allergien und Spezialwünsche ein

Das Spezielle an der Kooperation mit dem Spital Muri: Täglich stehen den Kundinnen und Kunden vier Menus zur Auswahl und die Küche kann spezifisch auf Allergien oder andere Wünsche eingehen. Dieses Angebot werde sehr geschätzt. Widmer erzählt von einer Kundin, die aufgrund einer Operation nur pürierte Speisen essen konnte. «Die Spitalküche hat jede Beilage einzeln zerkleinert und schön angerichtet. Als ich ihr das Menu überreichte, hat sie fast geweint. Sie hat mit einem Brei aus dem Becher gerechnet.» Solche Reaktionen berühren Widmer jeweils besonders.

Widmer plant, sein Angebot auch noch in weiteren Gemeinden anzubieten. Jedoch achte er darauf, dass er sich aus denjenigen Dörfern fernhalte, in denen es bereits andere Mahlzeitenservices gäbe. So würde er sich eher auf die Region Oberfreiamt konzentrieren. Von da habe er auch bereits Gemeindeanfragen erhalten. «Aber in Arni zum Beispiel gibt es bereits ein solches Angebot und auch die Pflegi Muri bietet solche Menus mit Lieferung an. Da möchte ich nicht reinfunken», betont Widmer.

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