Wohlen
Wo Karatekas und Judokas kickboxen

Zum 9. Mal treffen sich Kampfsportbegeisterte zum Freiämter Budo-Tag in Wohlen.

Natasha Hähni
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Kickboxer und Judokas werden auch an diesem Budo-Tag miteinander kämpfen.

Kickboxer und Judokas werden auch an diesem Budo-Tag miteinander kämpfen.

Dominic Kobelt

Diesen Samstag heisst es in der Hofmattenhalle in Wohlen zum neunten Mal «miteinander statt gegeneinander». So lautet das Motto des Freiämter Budo-Tags. Es werden rund 300 Kickboxer, Judokas, Karatekas und Jiu-Jitsu-Kämpfer aus der ganzen Region erwartet. «Bis jetzt hat die Teilnehmerzahl von Mal zu Mal zugenommen», erzählt OK-Mitglied Christine Felber.

Die Idee zum schweizweit einzigartigen Anlass hatte René Burch, Leiter des Movimento in Wohlen. «Wir haben in der Umgebung ein sehr hohes Niveau, was den Kampfsport angeht. Gegenseitig können wir uns immer wieder zu Spitzenleistungen treiben», findet er. Respekt, Achtung und Toleranz stehen jedoch immer an erster Stelle. «Der Budo-Tag ist ein sozialer Anlass und kein Wettkampf», so Felber.

Zusammen mit dem Karate-Club Anglikon, dem Karate-Club Wohlen und Kick-Boxing Wohlen organisiert Burch alle zwei Jahre den Tag für Kampfsportbegeisterte. Um mitzumachen, muss man nämlich nicht einmal aktiv in einem der vier Vereine Mitglied sein. «Der Event kann Interessierten auch als Schnuppertag dienen», so Burch. In erster Linie soll der Budo-Tag aber ein Miteinander sein.

Grosse Entwicklung durchgemacht

Im Laufe der Jahre hat der Event eine enorme Entwicklung durchlaufen. Heute ist der Budo-Tag ein in der Kampfsport-Szene anerkannter Anlass. «Wir sind um einiges professioneller geworden», schmunzelt Burch. So wird am Samstag erstmals der Direktor des Informations- und Kulturzentrums der Japanischen Botschaft Bern anwesend sein. Seine Besuche sind sehr selten und demzufolge eine grosse Ehre. Burch sieht den Besuch als Chance: «Wir können den Kampfsport vom Freiamt nach aussen tragen und zeigen, was wir geschaffen haben. Das Organisationsteam hat auf jeden Fall Grosses geleistet.»

Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt. Am Morgen kämpfen die 6- bis 14-Jährigen und am Nachmittag die Jugendlichen ab 14 Jahren mit den Erwachsenen. Die Unterrichtseinheiten dauern jeweils anderthalb Stunden und sind in die Kategorien «Beginner» und «Fortgeschritten/ Könner» eingeteilt. Dabei können nicht nur die Schüler voneinander lernen. Burch erklärt: «Auch Trainer können einander Anregungen geben. Man hat nie ausgelernt.» Weitere Informationen finden Sie online unter www.budotag.ch