Die neue Parkplatzbewirtschaftung in Muri hat die Automobilisten buchstäblich in Bewegung gebracht: Der Gratisparkplatz beim Feuerwehrmagazin ist jetzt gut belegt, dafür sind auf dem gebührenpflichtigen Käsiplatz und beim Fussballplatz im Brüel zahlreiche Parkplätze frei. Gut besetzt sind neuerdings die kostenpflichtigen Parkplätze beim Bahnhof Muri.

«Diese Entwicklung haben wir erwartet», sagt Gemeinderätin Milly Stöckli. Sie ist davon überzeugt, dass sich die Benützung der verschiedenen Parkflächen ausgleichen wird.

Wieder Platz für Kurzparkierer

Seit Anfang Juni ist es in Muri, mit Ausnahme der 100 Parkplätze beim Feuerwehrlokal, vorbei mit Gratis-länger-Parkieren. Entweder ist eine Blaue Zone eingezeichnet oder es steht ein Ticketautomat bei den Parkflächen. Die erste Stunde ist kostenlos, dann aber sind 50 Rappen pro 30 Minuten fällig. Erst zwischen 18 und 6 Uhr sowie samstags und sonntags muss die Parkuhr nicht gefüttert werden.

«Jetzt haben Kurzparkierer auf dem Käsiplatz wieder Parkierungsmöglichkeiten für den Einkauf im Wey», freut sich Stöckli. Das war mit eine Absicht bei der Umsetzung der Parkplatzbewirtschaftung.

Am Anfang keine Busse

Eine positive Bilanz zieht auch Erich Holliger, Chef der Regionalpolizei Muri. «Wir haben nicht gleich gebüsst», führt er aus. Die Polizei hat vielmehr die Autolenker darauf aufmerksam gemacht, dass das Parkieren künftig kostet. «Vielen Automobilisten ist offenbar auch nicht klar, dass das Parkieren ausserhalb der eingezeichneten Flächen verboten ist.»

Im Brüel, beim Fussballplatz, wurde und wird oft bei Fussballspielen falsch geparkt. «Wir können keine Ausnahmen bei einem Fussballspiel machen», betont Holliger, «es gelten für alle die gleichen Regeln.» Will heissen: Auch während eines Spiels riskieren Falschparker beim Fussballplatz eine Busse. «Aber sicher sind weder der Gemeinderat noch wir auf möglichst hohe Busseneinnahmen aus», betont Holliger.

Vielmehr hoffe die Polizei auf das Verständnis der Verkehrsteilnehmer, dass sie alle gleich behandeln. Eine Möglichkeit wäre schliesslich, wenn der Fussballclub während eines Spiels einen Parkdienst aufziehen würde. Das aber setzt eine Bewilligung durch den Gemeinderat voraus.

Was an der Klosterfeldstrasse?

Es hat seinen Grund, dass entlang der Eggstrasse zum Fussballplatz nicht mehr Parkfelder eingezeichnet sind und diese sogar Lücken aufweisen. «Autofahrer müssen kreuzen können», sagt Holliger. Ausserdem müssten Rettungskräfte jederzeit freie Zufahrt haben.

Noch eine offene Frage ist die Parkierung entlang der Klosterfeldstrasse – bis jetzt gratis. «Das müssen wir noch anschauen», sagt Milly Stöckli, «es kann nicht sein, dass diese Flächen von Dauerparkierern belegt werden.»