Verkehrskreisel
Witzige Tierfiguren sollen die zwei neuen Kreisel in Bremgarten zieren

Die projektierte Doppelkreisellösung bei der Zufahrt zur Stadtumfahrung Bremgarten wird zu einer tierischen Angelegenheit. Als Schmuck der zwei neuen Verkehrskreisel sind Tierskulpturen vorgesehen.

Lukas Schumacher
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Modelle en miniature: Tierpyramide und Bremgarter Stadtlöwe als Kreiselschmuck-Skulpturen.

Modelle en miniature: Tierpyramide und Bremgarter Stadtlöwe als Kreiselschmuck-Skulpturen.

Lukas Schumacher

Den Fohlenweid-Kreisel auf der Stadtumfahrung Bremgarten schmückt das geflügelte Pferd Pegasus, das in sterbender Pose dargestellt ist. Ebenfalls tierisch, zudem weniger dramatisch und witziger soll die Schmuck-Fortsetzung auf den Bremgarter Kreiseln ausfallen: In die geplanten neuen Verkehrskreisel bei der Einfahrt zur Stadtumfahrung westlich der Pegasus-Figur will man zwei Tierskulpturen platzieren.

Bei der einen, rund vier Meter hohen Skulptur handelt es sich um eine verfeinerte reussstädtische Version der Bremer Stadtmusikanten mit Esel, Ziege, Hund, Katze und Eule. Die zweite, ebenfalls vier Meter hohe Figur zeigt unverkennbar den Bremgarter Stadtlöwen.

Rote Accessoires

Beide Skulpturen weisen je ein rotes Accessoire auf, einen Stuhl. Der Stadtlöwe balanciert einen kleineren Stuhl auf einer Pranke (siehe Foto). Auf der Lehne des hohen zweiten Stuhls sitzt die Eule, während der Esel die Vorderbeine auf die Sitzfläche stützt. Die zwei Stühle sind die einzige Konzession des Kreiselschmuck-Sponsors in spe, des schweizweit bekannten Gartenmöbelunternehmens Hunn. Die Bremgarter Firma will die Kreiselfiguren finanzieren und dem Städtchen schenken, was die Stadtkasse entlasten würde.

Im kantonalen Doppelkreiselprojekt, das bis zum 27. Mai bei der Bauverwaltung im Rathaus zur Einsichtnahme öffentlich aufliegt, sind aus finanziellen Gründen einfache Bepflanzungen als bescheidener Schmuck aufgeführt. Ein Kreiselschmuck, der diese Bezeichnung auch verdient, ist Sache der Gemeinde, respektive eines Sponsors.

Vorfreude bei «Bonvalet»

Im Stadtrat Bremgarten sind die tierischen Kreiselschmuck-Vorschläge gut aufgenommen worden. Freilich wird auch der Kanton Aargau, der Bauherr des Doppelkreisels, das Einverständnis zu den Skulpturen geben müssen. Dies dürfte letztlich wohl nur eine Formsache sein.

Im Auftrag von Jürg und Barbara Bänninger, dem Inhaberehepaar der Firma Hunn, fertigte der Kunstschaffende André Gutknecht aus Fischbach-Göslikon, alias «Bonvalet», die rund 30 Zentimeter grossen Modelle der Tierskulpturen an. Der 50-jährige «Bonvalet» wird denn auch, sobald er grünes Licht bekommt, die Kreiselschmuckfiguren in seiner Werkstätte herstellen. Er wird dafür Polyester verwenden und die Figuren mit einem Eisenüberzug versehen, sodass sie Rost ansetzen.

«Bonvalet» freut sich insbesondere auf die Gestaltung des Stadtlöwen: «Diese elegante, stolze und bekannte Bremgarter Wappenfigur zu produzieren, ist eine einmalige, sehr reizvolle Arbeit. » Die Tierfiguren sind nicht Gutknechts Verkehrskreisel-Premiere. Der Schmuck eines Kreisels in Flawil (SG) trägt ebenfalls seine Handschrift.

Ein neun Meter hoher Damm

Zum rund 6,7 Mio. Franken kostenden Verkehrsvorhaben: Nördlich des geplanten Doppelkreisels soll als erster Bauschritt schon im Herbst 2014 oder spätestens im Frühjahr 2015 ein bis zu neun Meter hoher, gegen 50 Meter langer Damm mit einem Volumen von 25 000 Kubikmetern aufgeschüttet werden.

Wegen möglicher Senkungen des Damms muss man anschliessend eine mehrmonatige Pause einschalten, ehe die eigentlichen Strassenarbeiten anlaufen. Im Lauf des Jahres 2016 werden die Kreisel samt der neuen Verbindungsspange dazwischen benützbar sein. Wichtiger Teil des Strassenwerks sind neue Rad- und Gehwegverbindungen. Umplatziert und anders angeordnet werden die dortigen Bushaltestellen und Busbuchten.

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